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Blogparade Jürgen Kurtz die zweite – Thema: Mein Organisationstalent in der Weihnachtszeit.

Mein Organisationstalent? Puh…

Mein Organisationstalent in der Weihnachtszeit? Puh, schwierige Sache: Habe ich Organisationstalent? Falls ja: Worin besteht es? Was kann ich besonders gut organisieren? Klar, Organisationen – also Unternehmen – sind das, worum sich bei mir alles dreht. Aber organisieren im herkömmlichen Sinne? Also im Sinne von etwas gut und mit einem großen Zeitpolster vorbereiten –  fragen Sie am besten meine Mitarbeiter, wie gut ich das kann. Oder im Sinne von eine Feier organisieren – um mein diesbezügliches Talent zu identifizieren, wäre meine Frau wohl der richtige Ansprechpartner.

Doch: Ich organisiere mich selbst

Spaß beiseite. Wenn ich in der Weihnachtszeit etwa organisiere, dann mich selbst – und zwar, indem ich mir Zeit für mich nehme: Ich denke über das vergangene Jahr nach, überlege mir, was gut und was eher schlecht lief. Ich versuche, meine Gedanken zu sortieren. Und ich schmiede Pläne fürs neue Jahr.

Vor allem bei diesem Pläne-Schmieden versuche ich das, was zu jedem Jahreswechsel so sicher kommt wie der Tod und die Steuern, zu vermeiden: die sogenannten guten Vorsätze. Die Vorsätze, mit denen ich – wir alle – unser Leben endlich so richtig umkrempeln wollen. Also grundlegend. Und: Auf jeden Fall!

Ab morgen wird alles anders…

Haben Sie schon darüber nachgedacht, was Sie im neuen Jahr alles ändern wollen? Welche Ziele Sie erreichen möchten? Und wie Sie Ihrem inneren Schweinehund endlich den Garaus machen? Diesem ungeliebten Gefährten, auf den Sie liebend gerne verzichten WÜRDEN.

Liebend gern verzichten KÖNNEN Sie dagegen auf den Neujahrs-Braten. Auf diese dumme Gans, die Sie doch gar nicht brauchen.

Oder etwa doch? „Mensch, die riecht so gut. Heute gönne ich mir noch was. Aber morgen, ja morgen! Da mach ich endlich Schluss mit dem fettigen Zeug. Da schnapp ich mir meine Badehose und ziehe ein paar Bahnen. Und das mach ich dann jeden Tag!“

Seien wir ehrlich, liebe Leserinnen und Leser: Pünktlich zum Silvester-Feuerwerk fassen wir alle ach-so-gute Vorsätze. Damit wir sie ebenso pünktlich Anfang Januar, wenn der Alltag uns wiederhat, wieder einmotten.

Wer ZU hoch hinaus will, fällt tief

Also: Was genau haben Sie sich für das neue Jahr vorgenommen?

Tatsächlich ein paar Kilo abnehmen? Bewusster leben? Das Projekt, an dem Sie schon so lange arbeiten, in trockene Tücher bringen?

Oder soll es doch ein bisschen mehr sein: Millionär werden? Den Iron-Man auf Hawaii gewinnen? Nach Einstein die nächste quantenphysische Revolution anstoßen?

Natürlich: Mit den ein-bisschen-mehr-Zielen übertreibe ich maßlos. Doch das, worauf ich mit dieser Übertreibung hinaus will, ist nicht übertrieben, sondern Fakt: Oft erreichen wir Menschen unsere Ziele nicht, weil sie schlicht und ergreifend zu hoch gesteckt sind.

Im Idealfall lösen Ziele die innere Bereitschaft aus, sich anzustrengen. Sind die Ziele allerdings so gut wie unerreichbar, dann lösen Sie nur eines aus: Frustration. Das habe ich schon oft erlebt – an mir selbst. Und an anderen.

Was andere denken, machen, wollen und haben? Egal!

Neben diesem ZU HOCH der Ziele gibt es meiner Meinung nach einen weiteren Grund, warum wir Menschen Probleme haben, unsere Ziele zu erreichen: weil sie eigentlich gar nicht zu uns passen. Weil sie im Extremfall gar nicht dem entsprechen, was wir wirklich wollen.

Natürlich: Gerade in der heutigen Zeit ist es sehr schwierig, die Wünsche und Pläne, die tatsächlich aus uns selbst kommen, überhaupt als solche zu identifizieren. Die Medien und sozialen Netzwerke versorgen uns ständig mit Informationen darüber, was andere denken, machen, wollen und haben.

So kommt es zu einer konstanten Vergleichssituation zwischen dem Leben anderer und unserem eigenen Leben. Die Gefahr, dass wir die Ziele anderer für uns selbst annehmen, wird immer größer. Und Sätze wie „So sollte ich sein“ oder „So würde ich gerne sein“ nehmen in unserem Denken immer mehr Gestalt an.

Organisation in der Weihnachtszeit: Machen Sie sich frei von äußeren Zwängen

Wenn ich mir in der Weihnachtszeit also Gedanken um mich selbst, um meine Leben und meine Zukunft mache, dann versuch ich, genau diese Denkweise hinter mir zu lassen. Ich versuche, mich von dem Vergleich mit anderen, von äußeren und inneren Zwängen, freizumachen.

Anstatt zu wollen, was andere wollen und haben – besinnen ich mich auf das, was mir wichtig ist.

Anstatt zu denken und handeln wie andere – nehme ich mir vor, zu denken und zu handeln, wie ich es für richtig halte.

Anstatt zu sagen: „So sollte und so würde ich gerne sein“ – sage ich: „So bin ich“.

Und das fühlt sich gut an. Probieren Sie es aus!

 

Herzliche Grüße

Ihr

Friedbert Gay

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