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Großraumbüro: Optimal geplant ist hoch effizient

Großraumbüros, die jahrelang vorwiegend Callcentern vorbehalten waren, feiern gerade Ihr großes Comeback. Seit Selbständige und Startups Co-Working-Spaces sehr erfolgreich für sich entdeckt habe, ist man auch in größeren Unternehmen wieder auf das Großraumbüro gekommen. Mittlerweile ist die hohe Flexibilität derart beliebt, dass sich sogenannte „Open Spaces“ durchsetzen, in denen es überhaupt keine fixen Platzzuordnungen gibt.

Was das Großraumbüro leisten kann
Ein entscheidender Punkt ist da natürlich ist die Kostenersparnis. Wer zwanzig Mitarbeiter in ein Großraumbüro setzt, hat in der Regel geringere Kosten zu vergegenwärtigen, als bei der Organisation vieler einzelner Büroräume.

Noch wichtiger als der Kostenfaktor, sind aber die anderen Vorteile, die ein Großraumbüro bei effizienter Nutzung bieten kann. Wichtige Informationen austauschen, kurz um Hilfe bitten oder schnell etwas besprechen: das alles geht in einem Großraumbüro wortwörtlich im Vorbeigehen. Dieser „inoffizielle“ Weg der Kommunikation für viele Dinge kann den interpersonellen Austausch und die Zusammenarbeit deutlich optimieren.

Idealerweise herrscht in einem Großraumbüro zudem eine motivierende, freundliche und mitreißende Arbeitsatmosphäre die alle Mitarbeiter einbezieht. Das Wichtige ist hier aber: in einem optimal gestalteten Großraumbüro. Viele „Shared Offices“ verdienen dieses Prädikat leider nicht wirklich und sind daher bei Mitarbeitern oft verrufen.

Worauf es bei der Gestaltung ankommt
Die große Herausforderung: jeder muss zu jeder Zeit konzentriert arbeiten können. Das scheint sich irgendwie von selbst zu verstehen, dennoch ist es der größte Mangel in den meisten Großraumbüros. Die Gefahr eines erhöhten Lärmpegels oder anderer Ablenkungen durch Kollegen ist hier entsprechend größer. Unternehmen sparen oft an der falschen Stelle – Schon durch simple Trennwände, flexibel aufgestellt, können Bewegungs-, Besprechungs- und Arbeitsbereiche aufgeteilt und Lärm reduziert werden. Ein „Kojensystem“ wie man es von Callcentern kennt, kann auch wirksam sein – hemmt allerdings häufig die Flexibilität.

Was in Großraumbüros und Co-Working-Spaces oft zu kurz kommt, aber essenziell ist, ist genügend Raum für Besprechungen. Längere Gespräche oder Besprechungen an einem Arbeitsplatz abhalten zu müssen, kann hier häufig eine Ablenkung sein.

Schon ein kleiner, gemeinsam genutzter Buffetbereich oder eine Küche, eventuell auch mit Kaffeemaschine und Getränkeautomaten ist für viele Besprechungen ausreichend und ist zusätzlich hilfreich, um Motivation, Stimmung und Arbeitsleistung zu fördern. Trotzdem sollte es ausreichend separate Besprechungsräume geben, um ausweichen zu können.

Wenn es um die Mitarbeiterdichte geht, sollte man am besten die Mitarbeiter entscheiden lassen, welchen Freiraum sie benötigen. Pauschalregeln gibt es dafür nicht, der subjektive Platzbedarf ändert sich mit der Art der Arbeit und dem persönlichen Empfinden der Mitarbeiter sowie ihrer Nähe und Vertrautheit miteinander. Doch auch Umgekehrt kann es bei der Auswahl der Mitarbeiter helfen, diesen Aspekt zu beachten.

Planung ist alles
Effizienz ohne ein grundlegendes Maß an Planung gibt es nicht. Die Anordnung und Aufteilung der einzelnen Plätze sollte auf jeden Fall auf die Unternehmensprozesse Rücksicht nehmen. Gerade hier können Großraumbüros und Open-Space-Offices durch mehr Flexibilität Vorteile bringen und Arbeitswege verkürzen.

Umso mehr sind aber klare Regeln und eine strukturierte Einteilung, nicht nur von Arbeits- und Besprechungsbereichen, sondern auch Regalen, Ablageflächen, und die Anordnung notwendiger Arbeitsgeräte, wichtig. Intensive Planung und Optimierung zahlt sich langfristig deutlich aus.

Letztendlich ist das Wohlbefinden der Mitarbeiter der wesentliche Punkt um das größte Potential zu entfalten. Daher sollte man auch Grundlegende Punkte wie die Raumtemperatur und Beleuchtung klar vorab klären.
Fazit: Die Gestaltung entscheidet über Erfolg und Misserfolg
Aktuell nutzen rund 10 % der Unternehmen in Deutschland bewusst Großraumbüros – Tendenz allerdings stark steigend. Bisher gab es viele Klagen über mangelnde Arbeitszufriedenheit, wie eine Studie des Fraunhofer-Instituts klar zeigt. Gleichzeitig liegt aber auf der Hand, dass bei optimaler Gestaltung Großraumbüros auch das genaue Gegenteil bewirken können – die zahlreichen Co-Working-Spaces für Gründer und junge Selbständige beweisen das immerhin deutlich. Um die Vorteile wirklich nutzen zu können ist aber beachtlicher Planungsaufwand, klare Regeln und ständige Optimierung nötig.

Eine Antwort zu “Großraumbüro: Optimal geplant ist hoch effizient”

  1. Hi.
    Ich habe lange Zeit in einem Grossraumbüro gearbeitet. Bis vor zwei Jahren wurde komplett auf Trennwände verzichtet mit den entsprechenden Folgen. Nun wurde ein Trennwandsystem eingebaut, dass die Flexibilität erhält aber die Raumakustik stark mindern. Vorher habe ich mich sehr unwohl gefühlt, nun bin ich gerne im Büro.
    LG

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