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Last but not least: Die größte Erfindung der Welt

Eine Maschine, mit der man auf das gesamte Wissen der Menschheit zugreifen kann – Hätte man Menschen vor 200 Jahren gefragt, was sie mit einem solchen Apparat machen würden, hätte man vermutlich folgende Antworten erhalten: Man könnte so viel lernen, wie nur möglich. Man könnte die weiseste Person auf dem Erdball werden, die Macht ergreifen. Oder man könnte versuchen, Antworten auf die Probleme der Menschheit zu finden.

Seit 22 Jahren verfügen wir über eine derartige „Maschine“: das World Wide Web.  Allein in Deutschland nutzen rund 75 Prozent der Bevölkerung das Internet. Wir lesen Zeitungen online, wir nutzen Online-Lexika und wir kommunizieren rund um den Globus. Von einem zweiten, durch das Web gewachsenen Einstein, ist mir bislang jedoch noch nichts zu Ohren gekommen. Die Weltmacht hat auch keiner an sich gerissen. Kein Wunder, denn wir nutzen die „Wissensmaschine“ heute auch noch für ganz andere Dinge. Dinge, die keinem Menschen vor 200 Jahren in den Sinn gekommen wären.

Stellen wir uns das Szenario trotzdem einmal vor. Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts würden in einem Interview dann folgendermaßen antworten:

Interviewer: Herr Alexander von Humboldt, wenn Sie Zugriff auf eine Maschine hätten, mit der Sie auf das Wissen der gesamten Menschheit zugreifen könnten, was würden Sie tun?

Alexander von Humboldt: Höchstwahrscheinlich würde ich diese Erfindung nutzen, um lustige Katzenvideos anzuschauen. Das Verhalten dieser Tiere, vor allem wenn sie von Tischen fallen, das Licht einer Taschenlampe jagen oder vor Müdigkeit umfallen, erachte ich als höchstinteressanten Forschungsgegenstand.

Interviewer: Und was würden Sie machen, Herr Robert Koch?

Robert Koch: Ich denke, ich würde die Maschine nutzen, um zu spielen. Vielleicht würde ich sogar selbst ein Spiel entwickeln, eins in dem man Tuberkulose-Erreger abschießt. Oder eins, in dem man Bakterien auf einer Farm züchten kann?

Interviewer: Herr Johann Wolfgang von Goethe, angenommen Sie könnten auf das gesamte, bestehende Wissen zugreifen. Was hätten sie vor?

Johann Wolfgang von Goethe: Vermutlich würde ich mir in einem sozialen Netzwerk die Urlaubsfotos meiner Bekannten ansehen. Vielleicht die von Schiller. Dann könnte ich dabei auch gleich ein paar fiese Kommentare unter all seine Bilder schreiben – Ich würde einen dieser Shitstorms starten.

Unvorstellbar, dass Menschen vor 200 Jahren geantwortet hätten, was heute unserem tatsächlichen Nutzungsverhalten entspricht. Schande über die Menschheit! Wobei: Wir können ja gar nichts dafür. Denn wir Menschen schauen gerne Katzenvideos, weil die Vierbeiner dem Kindchenschema entsprechen. Wer kann diesen tollpatschigen Tierchen mit Kulleraugen und Stupsnase schon widerstehen? Sich dafür zu begeistern, liegt einfach in unseren Genen – alles biologisch, alles vorbestimmt …habe ich kürzlich in einem Online-Artikel gelesen.

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