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Lerninstrumente: Selbstreflexion statt Diagnose

© iStock: nyul

 

Lerninstrumente und diagnostische Inventare werden häufig in einen Topf geworfen. Dabei weisen die beiden Instrumente wesentliche Unterschiede auf. Als Professor John G. Geier sein Persönlichkeits-Modell entwickelt, achtet er besonders auf diese Differenzierung: Er entwickelt ein Modell, das außerhalb jeden klinischen Kontexts steht. Die Selbstreflexion tritt an die Stelle der Diagnose.

 

Lerninstrumente – „Ich bin …“
Der Fragebogen eines Lerninstruments kann von jedem Menschen selbständig ausgefüllt werden. Da der Anwender so selbst und aktiv mit dem Instrument arbeitet, findet der Prozess der Selbstreflektion statt und höchste Transparenz ist gegeben. Füllt man beispielsweise den Fragebogen des persolog Persönlichkeits-Profils aus, so kann stets nachvollzogen werden, wie die einzelnen Resultate zustande kommen. Der Anwender zieht damit letztendlich durch Selbstreflexion sein eigenes Fazit über seine Persönlichkeit.

Diagnostische Instrumente – „Sie sind …“
Der Fragebogen eines diagnostischen Instruments bezieht sich hingegen auf einen völlig anderen Kontext. Der hier angewandte Fragebogen wird von einem Probanden unter Instruktionen, beispielsweise eines Psychologen, ausgefüllt. Der Psychologe versucht damit, etwas über sein Gegenüber herauszufinden, zum Beispiel dessen Intelligenzquotienten. Das Resultat – oder besser, die Diagnose – bekommt der Patient schließlich ohne jeglichen Hintergrund vorgelegt. Wie das Ergebnis zustande kommt, kann durch den Patienten kaum nachvollzogen werden.

Der Sinn eines Lerninstruments ist es daher, sich selbst einen Spiegel vorzuhalten, sich individuell zu reflektieren und damit selbst ein Ergebnis für sich zu ermitteln. Denn lediglich ein Resultat, das vollständig nachvollzogen werden kann, macht einen Lerneffekt möglich.

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