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Mikromanagement: Von Steve Jobs lernen?

MikromanagementMikromanagement kann erfolgreich sein. Dazu genügt ein Blick auf das Unternehmen Apple und den Führungsstil Steve Jobs. Ob sich Führungskräfte wegen Erfolgsgeschichten wie dieser aber in ihrem Führungsverhalten an den „Großen“ orientieren sollten, ist fraglich. Darüber berichtet das Unternehmer-Magazin impulse.

Je besser qualifiziert und je erfahrener, desto mehr Autonomie. Diesen Umgang mit Mitarbeitern empfiehlt die Führungsforschung. Denn im Normalfall führt das Mikromanagement von Führungskräften, das heißt das übermäßige Kontrollieren und Einmischen in die Aufgaben der Mitarbeiter, zu geringer Motivation und Unzufriedenheit.

Doch auch die Apple-Mitarbeiter sind mit Sicherheit hoch qualifiziert. Sie wehrten sich unter Mikromanager Steve Jobs aber nicht gegen seinen Führungsstil. Stattdessen wurde aus dem Unternehmen eine große Erfolgsgeschichte. Was spricht also dagegen, den eigenen Führungsstil an diesem Beispiel zu orientieren?

Im Unternehmer-Magazin impulse führt Professor Axel Haunschild vom Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft an der Leibniz Universität Hannover den Erfolg des Mikromanagements bei apple auf etwas anderes zurück. Steve Jobs sei als Führungskraft so charismatisch gewesen, dass über die Nachteile seines Führungsstils hinweggesehen wurde, sagt Haunschild. Die Identifikation mit den Produkten und dem Unternehmen hätten dazu ebenfalls beigetragen.

Unreflektiert die Führungsmethoden der „Großen“ zu übernehmen, hilft also nicht immer weiter. Im Allgemeinen bleibt es also dabei: Mikromanagement führt zu Mikro-Motivation.

4 Antworten zu “Mikromanagement: Von Steve Jobs lernen?”

  1. Mikromanagement hat sowohl Vorteile als auch Nachteile. Für manche Mitarbeiter ist es gut, klare Strukturen zu haben, jeden noch so kleinen Arbeitsschritt detailliert vorgegeben zu haben. Sie fühlen sich sicher, unter genau festgesetzte Rahmenbedingen zu arbeiten und möglichst wenig Eigenverantwortung zu tragen. Jedoch ist dieser Führungsstil auch der Tod jeder Innovation und Weiterentwicklung. Die Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital der Firma, sie haben oft völlig andere Sichtweisen als die Führungskräfte. Aber genau solche differenzierten Ansichten sind der Ursprung von Entwicklung und Verbesserung. Durch Diskussion und Austausch von Ideen entstehen neue Konzepte, welche das Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig und effizient macht. Meiner Meinung nach ist Mikromanagement nicht unbedingt der optimale Weg, seine Mitarbeiter anzuleiten.

    • Hallo Herr Novak,
      vielen Dank für Ihren Kommentar! Wir von persolog sind ganz ähnlicher Meinung. Sie haben außerdem einen interessanten Aspekt angesprochen: Wie Sie gesagt haben, ist der Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitern ein wichtiger Antrieb für Innovation und auch für die Unternehmenskultur. Die richtige Kommunikation der Führungskräfte mit den Mitarbeitern und der Umgang mit Feedback will aber gelernt sein. Vermutlich sehen gerade Mikromanager ein Problem im Mitarbeitergespräch…

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