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Money, Money, Money must be funny

© iStock: MachineHeadz

 

Sie wissen ja, was in den letzten Tagen los war. Es war Weihnachten, es war Silvester und ab und zu auch noch ein bisschen Alltag – Jedenfalls alles Gründe, um sein Bankkonto zu leeren. Mein Plan war deshalb, Geld am Bankautomat abzuheben, um die Weihnachtsgeschenke und sonstigen Einkäufe in bar zu bezahlen (das soll einen ja bewusster einkaufen lassen, habe ich vor kurzem in einer Zeitschrift gelesen). Ganz offensichtlich hatte allerdings nicht nur ich diese Idee, sondern auch gut 20 Personen vor mir, die sich in Reih und Glied vor dem Bankautomaten sammelten. Aber man soll ja immer die Chance in einer scheinbar unglücklichen Situation erkennen – Und siehe da: Ich habe etwas dazugelernt.

Haben Sie einmal Menschen am Bankautomaten beobachtet? In meiner 30-minütigen Wartezeit konnte ich 3 Typen identifizieren. Vielleicht erkennen Sie sich ja sogar wieder.

Typ I: Der Geheimagent
Der Geheimagent macht aus dem Geldabheben einen der sichersten Prozesse, der sich in einer Bankfiliale abspielen kann. Er hat sämtliche Reportagen zu Kameras an Bankautomaten und Hacker-Software gesehen und beherrscht damit die Regeln der sicheren Geldautomaten-Bedienung. In der Praxis sieht das Ganze so aus: Steht der Geheimagent vor dem Automaten, wirft er den hinter ihm Wartenden zunächst einen ermahnenden Blick zu, um sicherzustellen, dass keiner seinen Kontostand oder seine PIN über seine Schulter ausspioniert. Geht es dann ans Tippen oder an die Geldentnahme, bildet der Geheimagent einen Schutzwall aus seinem Körper: Die Schultern werden breit gemacht, der Kopf eng über die Tasten gehalten und die Arme so gut es geht an die Seiten des Automaten gehalten, um mögliche Spähangriffe von rechts und links abzuwehren. Beim Verlassen der Bank kontrolliert er noch einmal die Blicke der Wartenden, um ein verdächtiges Grinsen noch an Ort und Stelle identifizieren zu können.

Typ II: Der Hochstapler
Der Hochstapler hat keine Angst um sein Geld. Er hat auch keine Angst, dass andere seine Geheimzahl, seinen Kontostand oder die Menge des abgehobenen Geldes sehen könnten. Vielmehr genießt er diesen Augenblick. Bei der Geheimzahl und beim Anzeigen des Kontostands noch relativ  verdeckt vor dem Monitor, kommt der große Auftritt des Hochstaplers  beim Einsortieren der Geldscheine ins Portemonnaie. Möglichst für alle offensichtlich dreht und wendet er dabei jeden Schein, zählt den Betrag laut nach und verlässt dann erhobenen Hauptes das Bankgebäude. Einen letzten Blick zurück in die Gesichter der Wartenden kann er sich allerdings nicht verkneifen – Er möchte ja die große Bewunderung seiner Fans nicht verpassen.

Typ III: Der Hektiker
Der Hektiker ist der schnellste aller Geldabhebenden. Darum geht es ihm aber eigentlich gar nicht. Vielmehr ist der Hektiker aus Sicherheitsgründen und besonderem Anstand dermaßen in Eile. Wie der Geheimagent, hat auch er Angst um sein Hab und Gut. Da es ihm aber unangenehm ist, die Mitwartenden zu ermahnen und nicht der Typ dazu ist, anderen Angst einzuflößen, versucht er seine Geheimzahl einfach so schnell es geht einzutippen und das abgehobene Geld besonders zügig und unbemerkt in seinem Portemonnaie zu verstauen. Die Schnelligkeit hat nicht nur den Vorteil, dass keiner der Wartenden die Reihenfolgen der Zahlen nachvollziehen kann, sondern auch mögliche installierte Kameras nicht mehr mitkommen. Das Problem des Hektikers ist allerdings, dass er sich vor Eile gerne ein- oder zweimal vertippt – oder auch dreimal. Das macht ihm allerdings wenig aus: Immerhin ist das Konto dann gesperrt und das Geld sicher.

Übrigens: Alle drei Charaktere gelten für beide Geschlechter – Das hat zumindest meine Stichprobe ergeben. Oder wissen Sie da noch mehr?

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