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Persönlichkeitsentwicklung in der Hochschulpraxis

Die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen in der akademischen Ausbildung

Die Kombination von Fachwissen und Soft Skills ist für Unternehmen heute entscheidend bei der Auswahl von Hochschulabsolventen. Doch wie kann die akademische Ausbildung diesem Anspruch gerecht werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich Lehrende von neun deutschen Hochschulen beim 3. persolog Hochschulforum in Coburg.

Mit Soft Skills Arbeitsplatz sichern

Aktuelle Umfragen, z.B. der IHK, zeigen: Die Top-Kompetenzen, die die Unternehmen von Hochschulabsolventen erwarten, sind Einsatzbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein, selbständiges Arbeiten, Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit. Das Fachwissen ist zwar ebenfalls sehr wichtig, es wird aber nach Abschluss eines Fachstudiums als selbstverständlich vorausgesetzt.  Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung spielen Auslandserfahrungen und das Einhalten der Regelstudienzeit nicht die entscheidende Rolle für die Mehrheit der Unternehmen. Stattdessen werfen die Unternehmen einen wesentlich detaillierteren Blick auf die Absolventen und schätzen vor allem soziale und persönliche Kompetenzen.

Persönlichkeitsentwicklung im Curriculum

Besonders Lerninstrumente mit Fragebogen bieten viele Ansatzpunkte, die persönliche Kompetenz zu steigern. So kommt z.B. das persolog® Persönlichkeits-Profil bereits an zahlreichen Hochschulen zum Einsatz: Die Studierenden lernen unterschiedliche Verhaltenstendenzen bei sich und anderen zu erkennen und damit umzugehen. Gleichzeitig erkennen sie mithilfe des Profils ihre eigenen Stärken und Schwächen im Umgang mit anderen. Außerdem entwickeln sie auf Grundlage ihrer erkannten Stärken Ideen und Strategien für die konkrete Umsetzung in Studium, Schwerpunktwahl und Karriereplanung.

An der Hochschule Coburg wird dieses Konzept von Beginn des Studiums an eingesetzt. Prof. Dr. Schmid, Dozentin an der Fakultät Wirtschaft berichtet: „In unserem Studiengang legen wir von Anfang an Wert auf eine Kombination von hard skills und soft skills. Wir erfahren häufig, dass Studierende durch die Auswertungen „geerdet“ werden: Sie erkennen ihre eigenen Verhaltensmuster und wie sie an sich arbeiten können.“ Am Ende des Kurses steht sogar eine Pflichtklausur; diese unterstreicht zusätzlich die Bedeutung weicher Faktoren als Lernziel des Studiums.

Dr. Claudia Schlager, wissenschaftliche Koordinatorin des Coburger Wegs, erklärt, warum auch sie sich die Vermittlung von Soft Skills zum Ziel gesetzt hat: „Wir haben heute mehr und jüngere Studierende. Die Gesellschaft hingegen wird älter, die Arbeitswelt globaler. Das stellt die Ausbildung vor große Herausforderungen. Wir möchten den Studenten individuelle Unterstützung von Beginn an bieten und den Übergang von der Schule zur Hochschule und von der Hochschule in den Beruf erleichtern. Dazu ist es nötig, Verantwortungs- und Handlungsbewusstsein zu stärken und Persönlichkeitsentwicklung aktiv zu unterstützen. Denn durch die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit, interdisziplinärem Denken, kultureller Bildung sowie Medien- und Sprachkompetenz wird die Berufsbefähigung nachhaltig erhöht. Im Zusammenspiel mit interdisziplinären Modulen, die Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen ab dem ersten Semester gemeinsam besuchen, wird diesem Ansatz Ausdruck verliehen.“

Reflektion und Austausch für Lehrende immer noch wichtig

Neben dem Erfahrungsaustausch über die Integration der Module in den Hochschulalltag standen die Referenten den interessierten Lehrenden für weitergehende Informationen zu den Lerninstrumenten zur Verfügung. So erläuterte Renate Wittmann,  Leiterin Produktentwicklung der persolog GmbH, wissenschaftliche Hintergründe und konnte den Interessierten Details zu den Modellen und Diagrammen näher bringen. Friedbert Gay, Geschäftsführer der persolog GmbH, beantwortete Fragen insbesondere zur Trainings- und Seminargestaltung und gab Tipps und Anregungen.  Prof. Dr. Dirk Wolff von der Hochschule Rottenburg leitete den praktischen Teil und führte mit den Teilnehmenden Übungen zur Teamentwicklung und Führungsausbildung durch, die für Studierende geeignet sind. Abschließend resümierte Prof. Dr. Glinka von der Fachhochschule Bingen: „Die Veranstaltung ist für mich immer sehr bereichernd. Die praktischen Übungen waren  für mich am interessantesten, hier konnte ich meine Selbstwahrnehmung  nochmals neu reflektieren, was sonst im Alltag mit den Studenten oft zu kurz kommt.“

Ein Zukunftsprojekt

Die Veranstaltung fand bereits zum dritten Mal statt und soll im nächsten Jahr am 01.04.2014 fortgesetzt werden. Interessierte Lehrende können sich bei der persolog GmbH jederzeit unverbindlich informieren. Gerne vermitteln wir auch den Kontakt zu anderen Lehrenden zum Erfahrungsaustausch.

Barbara Griese, +49 (0) 7232-3699-87, barbara.griese@persolog.com

Weiterführende Informationen zum persolog® Persönlichkeits-Modell finden Sie unter: www.persolog.de

Eine Antwort zu “Persönlichkeitsentwicklung in der Hochschulpraxis”

  1. Hallo,

    „Wir möchten den Studenten individuelle Unterstützung von Beginn an bieten und den Übergang von der Schule zur Hochschule und von der Hochschule in den Beruf erleichtern.“ Ein nobles Ziel! Gleichzeitig sehr schwierig umzusetzen…

    Mit jeder Schulreform und Standardisierung wird zwar mehr Menschen die Bildung ermöglicht. Parallel sinkt aber auch die Qualität bzw. der Standard. Oder wieso sonst schicken US-Politiker ihre Kinder nur in Privatschulen?

    Alles Liebe,
    Benedikt

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