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Wenn unser Gesicht Bände spricht!

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© iStock: SensorSpot

 

Kennen Sie das: Sie unterhalten sich mit einer Person, die Ihnen davon vorschwärmt, wie gut es im Job läuft, wie toll sich Kollegen untereinander verstehen, wie hervorragend die Weiterbildungsangebote sind – und dennoch, Sie sind skeptisch! Warum?

Weil der Gesichtsausdruck Ihres Gegenübers so gar nicht zu dem passt, was er Ihnen vermittelt; und sei es auch nur für eine Millisekunde! Als „nonverbale Kommunikation“ wird dies im Fachjargon bezeichnet.

Je besser Sie nonverbale Kommunikation verstehen, desto besser verstehen Sie Ihren Gesprächspartner.

Unser Gesicht kann bis zu 7 000 unterschiedliche Gesichtsausdrücke erzeugen. Es ist ein Depot für „versteckte“, nonverbale  Kommunikation.

Kontinuierlich senden wir mithilfe unserer Gesichtszüge Signale aus. Doch nicht immer stimmen verbale und nonverbale Kommunikation überein. Das führt zu Unsicherheit und Reibungen.

Wer lernt, Gesichtsausdrücke zu deuten, kann effektiver kommunizieren. Die vier Verhaltensdimensionen Dominant, Initiativ, Stetig und Gewissenhaft sind durch charakteristische Gesichtszüge erkennbar. Wir zeigen Ihnen beispielhaft, wie Sie dominante und stetige Verhaltenstendenzen im Gesicht Ihres Gegenübers identifizieren:

1. Dominanz
Dominante Personen behalten bekanntermaßen gerne den Überblick, sie neigen dazu, andere zu kontrollieren. Außerdem sind sie stark wettbewerbsorientiert und bemüht, Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

Diese Grundtendenzen werden durch ihre typischen Gesichtszüge unterstrichen. Vertikale Falten zwischen den Augenbrauen und zusammengepresste, geschlossene Lippen sind charakteristisch. Häufig äußert sich dominantes Verhalten darüber hinaus durch hochgezogene Augenbrauen oder fixierende Augen.

2. Stetigkeit
Personen mit der Verhaltenstendenz „Stetigkeit“ versuchen anderen zu schmeicheln und hoffen, gelobt zu werden. Sie nehmen Schwierigkeiten im Vorfeld wahr und glauben häufig, dass Widerstand zwecklos ist.

Charakteristisch für stetige Personen sind daher leichte, horizontale Linien auf der Stirn. Die inneren Augenwinkel sind angehoben und zeigen Aufmerksamkeit, die Augenbrauen werden hingegen nicht bewegt. Lächelnde bis sorgenvolle Augen unterstreichen das stetige Verhalten zusätzlich. Leicht zusammengepresste Lippen mit etwas angezogenen Mundwinkeln sind weitere Kennzeichen.

Ob im Verkaufs- oder im Einstellungsgespräch: Unbewusste Signale des Gesprächspartners können für das Verständnis wesentlich sein.

Achten Sie deshalb neben den verbalen Mitteilungen auf die Gesichtszüge Ihres Gegenübers. Wie äußert und verhält sich Ihr Gesprächspartner? Welche Verhaltenstendenz erkennen Sie in der Mimik?

Sehen Sie beispielsweise horizontale oder vertikale Stirnfalten? Damit erhalten Sie einen objektiveren Eindruck Ihres Gegenübers und können Ihr Verhalten entsprechend anpassen. Die Kommunikation kann ohne Reibungsverluste in die gewünschte Richtung gelenkt werden

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