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Faulenzen im Job – so vermeiden Sie private Beschäftigungen

© iStock: STEEX

 

Das Ergebnis des schwedischen Soziologen Roland Paulsen sorgte kürzlich für Staunen. Laut seiner Studie verbringen Mitarbeiter im Schnitt bis zu drei Stunden ihrer Arbeitszeit mit privaten Angelegenheiten – und keiner merkt es. Viel Zeit, die für Ihr Unternehmen sinnvoll investiert werden könnte und am Ende finanzielle Einbußen bedeutet.

Deshalb geben wir Ihnen hier Tipps, wie Sie private Beschäftigungen reduzieren.

Stress und Burnout in der Arbeitswelt – nur die halbe Wahrheit

Die Überlastung und der Stress von Mitarbeitern sind in aller Munde. Psychische Auswirkungen, wie Burnout, die logische Konsequenz. Doch es geht auch anders:

Paulsen fand heraus, dass ca. 70% des Traffics auf pornografische Websites während der Arbeitszeit anfallen – ebenso wie 60% aller Onlineeinkäufe. Die privaten Tätigkeiten summieren sich auf ca. 2-3 Stunden am Tag. Für das Faulenzen während der Arbeitszeit gibt der schwedische Soziologe  4 Gründe an:

1. Viele Mitarbeiter sehen keinen Sinn in ihrer Arbeit – das bestätigt auch die jährliche Gallup-Studie. Der Job ist für viele lediglich ein Pflichtjob, der dazu dient, Rechnungen zu bezahlen.

2. Mitarbeiter fühlen sich durch ihren Job nicht erfüllt – besonders bei Arbeitnehmern mit wenig anspruchsvollen Aufgaben. Fühlt sich ein Mitarbeiter von seiner Arbeit nicht befriedigt, dann flüchtet er in Aufgaben, die ihn eher erfüllen.

3. Mitarbeiter haben schlicht zu wenig zu tun – überwiegend trifft dies auf Arbeitnehmer in großen Organisationen zu. Dies zu äußern wagt allerdings kaum einer, da als Konsequenz meist die Arbeitszeit reduziert wird.

4. Es gibt einen Mangel an Schulung – viel Zeit vergeuden Mitarbeiter durch Ineffizienz. Wenn Programme nicht effektiv genutzt werden, sinkt die Produktivität der Mitarbeiter.

3 Tipps für den Umgang mit Faulenzern

Nutzen Sie die nächsten Wochen dafür, einen kritischen Blick auf die Arbeitsauslastung Ihrer Mitarbeiter zu werfen. Wenn Sie einen oder mehrere Anzeichen der obigen Punkte bei Ihren Mitarbeitern erkennen, dann ziehen Sie Konsequenzen:

1. Tipp: Grundsätzliches Verbot von privatem Surfen
Wenn das private Surfen überhandnimmt, dann ziehen Sie eine klare Linie und sprechen über das gesamte Unternehmen ein Surf-Verbot aus.

2. Tipp: Regelmäßige Mitarbeiterentwicklungsgespräche
Führen Sie regelmäßige Gespräche mit Ihren Mitarbeitern und stellen Sie gezielt Fragen zu Aufgabenzufriedenheit und Arbeitsauslastung. Nur so können Sie schnell gegensteuern, falls sich etwa Unterforderung einstellt.

3. Tipp: Schulen Sie Ihre Mitarbeiter
Vermeiden Sie unnötige Bummeleien durch fehlende Kenntnisse Ihrer gängigen Software-Programme. Sorgen Sie dafür, dass Mitarbeiter fit sind im Umgang mit den benötigten Programmen.

2 Antworten zu “Faulenzen im Job – so vermeiden Sie private Beschäftigungen”

  1. Zu bedenken ist allerdings, dass es im Laufe des Tages immer mal wieder Leerlauf geben kann, beispielsweise wenn am Abend noch eine Telefonkonferenz ansteht. In Zeiten ständiger Erreichbarkeit ist es nicht ungewöhnlich, dass Mitarbeiter auch von zuhause aus noch einmal am Abend oder Wochenende in ihre E-Mails schauen.

    Eine zu restriktive Handhabung der Internetnutzung im Büro wird sicherlich auch dazu führen, dass Mitarbeiter wieder stärker zwischen Arbeit un Privatem trennen – nicht immer zum Nutzen der Unternehmen.

    • Das ist natürlich richtig. Wichtig ist auf jeden Fall, den Gesamtblick zu behalten. Konsequente Nutzer-Regelungen etc. sollten nur dann eingeführt werden, wenn es anders nicht funktioniert!

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