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Arbeitszeiten: Wer zu erst geht, hat verloren

Arbeitszeiten: Wer zu erst geht, hat verloren
© iStock: mevans

 

Die Nacht durchgearbeitet, der Erste im Büro – In der Frankfurter Allgemeinen online berichten Corinna Budras und Lena Schipper über Ursachen zu langer Arbeitszeiten. Gerade im Investmentbanking sei ein Arbeitszeit-Wettbewerb ausgebrochen, aber nicht nur dort.+

 

Wenn Menschen länger und öfter arbeiten, als es ihr Körper eigentlich verkraften kann, sind unterschiedliche Faktoren im Spiel. Der Druck zu mehr Arbeit kommt dabei nicht nur vom Unternehmen, sondern auch von den Mitarbeitern selbst. In ihrem Bericht halten die Autorinnen drei Ursachen der Überarbeitung fest:

l Hohe Anreize: Gute Gehälter und der Status im Unternehmen sind der eine Antriebsfaktor. Hinzu komme aber etwa die Belohnung der jungen Nachwuchskräfte. Führungskräfte würden etwa dafür sorgen, sie mit einflussreichen Personen im Unternehmen zusammenzubringen, um so Euphorie für die harte Arbeit zu erzeugen.

l Gruppendruck: Unter Mitarbeitern oder Praktikanten würden außerdem oft Gruppennormen herrschen. Wer arbeitet wie viele Stunden pro Woche? Wer geht abends zu erst aus dem Büro? Wer hat die Nacht durchgearbeitet? Das alles seien in der Gruppe Indikatoren für Leistung. Damit würde ein Wettbewerb losgetreten: Wer am längsten arbeitet, ist Sieger der Gruppe.

l Verengte Blickwinkel: Oft würden darüber hinaus die Ursachen für den langen Arbeitstag falsch wahrgenommen: „Ich mache das, weil ich etwas leisten will“ – Tatsächlich handle es sich dabei aber oft um übernommene Erwartungen, ob von Mitarbeitern oder Vorgesetzten, schreibt Wirtschafts-psychologie Aktuell. Gerade in Stresssituationen würde sich der Blick-winkel verengen. Dadurch falle es Menschen schwer zu unterscheiden, wobei es sich um wirkliche Notwendigkeiten handle und wobei nicht.

Selbst- und Fremdwahrnehmung zu unterscheiden sowie innere und äußere Erwartungen zu vereinen, ist deshalb ein erster Schritt, um Stress und Überlastungen entgegenzuwirken.

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