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Darum lieb ich, alles was so grün ist

Mitarbeiter nach Farbschema?
© Michael Brown/fotolia.com

 

Sich mit Mitarbeitern einzeln zu beschäftigen ist sinnvoll. Ein anderer Ansatz ist, sie zu bewerten und einzuteilen – zum Beispiel mit Farben. Das ist die Idee von Unilever, wie die  Financial Times Deutschland berichtet. Ob der Lebensmittelkonzern damit die Mitarbeiterentwicklung tatsächlich vorantreibt, ist jedoch fraglich.

Grün bewertete Mitarbeiter sind für höhere Aufgaben zu empfehlen. Für die Angestellten in der weißen  Mitte bleibt alles beim Alten und den rot bewerteten Mitarbeitern werden Weiterbildungsmaßnahmen und Mentoringgespräche angeboten. Das ist das System von Unilever. Bisher wurde das Farbschema nur im Management eingeführt. Der Ausbau soll jedoch folgen.

Konzernbetriebsrat Hermann Soggeberg steht dem Bewertungssystem kritisch gegenüber. Zum einen sei es falsch den Druck auf die Mitarbeiter auf diese Weise zu erhöhen. Personalentwicklung dürfe schließlich nicht mit Druck erreicht werden. Die Bewertung erleichtere jedoch auch den Zugang ins Management für die grün bewerteten Mitarbeiter. Damit würde man den Forderungen nach Entwicklungsmöglichkeiten der Tarifangestellten gerecht.

Ob die Personalentwicklung auf diesem Wege vorangetrieben oder nicht eher gehemmt wird, ist zweifelhaft. Die Abgänge in der Hamburger Zentrale seien hoch, so der Betriebsrat.

Eine Antwort zu “Darum lieb ich, alles was so grün ist”

  1. Interessant. Weiterbildung gibt es anscheinend nur noch für die „Roten“. Ich stelle mir vor, wie die Mitarbeiter sich nun unterhalten: „Der Chef hat dir ein Seminar angeboten. Bist wohl ein Roter…?“ „Gut, dass ich länger kein Seminar mehr besucht habe. Scheint noch alles im grünen Bereich.“
    Klingt nach einem schnellen Weg, um die Kosten im HR-Bereich zu senken. Oder hat hier jemand unglücklich kommuniziert? Denn wie kommt und bleibt jemand in den grünen Bereich? Vermutlich durch Weiterbildung, oder?

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