Organisationen durch
Menschen entwickeln!

Zum Online-Shop

Deutsches Phänomen „Burn-out“

Burn-out ist ein deutsches Syndrom. Aber nicht etwa, weil die deutschen Arbeitnehmer besonders hart arbeiten. Vielmehr ist die Diagnose „Burn-out“ in anderen Ländern gar nicht erst bekannt. Denn trotz international klingendem Namen, gibt es dort für Erschöpfungserscheinungen in Bezug auf den Beruf eigene Bezeichnungen. In den USA gibt es beispielsweise die „compassion fatigue“, eine Erkrankung, die meist nur in Gesundheitsberufen, wie etwa bei Krankenschwestern oder Altenpflegern vorkommt.

Doch so vielfältig wie die Namen des Krankheitsbildes „Burn-out“, sind auch seine Definitionen.  Eine einheitliche Bestimmung des Krankheitsbildes existiert nicht – nicht im Inland und erst Recht nicht international. In Deutschland steht die Bezeichnung „Burn-out“ für chronische Müdigkeit, Erschöpfung und psychische Überforderung durch den Beruf. All diese Symptome können aber auch durch andere Ursachen entstehen. Zum Beispiel  sind Menschen, die unter einer Persönlichkeitsstörung leiden, häufig erschöpft. Auch die durch Burn-out in den Hintergrund gerückte Depression weist passende Anzeichen auf.

Burn-out ist damit ein kulturelles Gebilde – und zwar ein deutsches. Vielleicht fällt es dem Menschen einfach leichter, sich zu „Burn-out“ zu bekennen, als zu einer Depression oder einer Überforderung im Beruf. Doch könnte man mit der richtigen Diagnose häufig besser agieren: Eine Überlastung im Arbeitsalltag, kann beispielsweise durch einen veränderten Umgang mit diesem Stressauslöser schnell adressiert werden. Mit dem persolog® Stress-Profil steht Ihnen ein Instrument zur Verfügung, das die Stressoren in Ihrem Arbeitsumfeld identifiziert, Sie zur Reflexion anregt und Sie damit bei der Bewältigung von beruflichem Stress unterstützt.

Quelle: Die Zeit. Burn-out, die deutsche Spezialität. N° 49, 1. Dezember 2011, S. 41.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2018 persolog