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Die 5 schlimmsten Fehler bei einem Live-Online-Seminar – und wie du sie vermeidest

Nach über einem Jahr, in dem wir zahlreiche Live-Online-Seminare abgehalten und besucht haben, haben wir so einiges gesehen und gelernt. Dabei zeigen sich immer wiederkehrende Fehler, die enttäuschte Teilnehmer und frustrierte Trainer zur Folge haben. Aber es geht besser! Welche fünf gravierenden Fehler du sowohl auf technischer als auch didaktischer Ebene unbedingt vermeiden solltest und wie das gelingt, erfährst du hier.



#1 – Dein Seminar ist eine One-(Wo)man-Show

Eigentlich ist das nichts Neues, wenn du bereits als Tariner/in Erfahrung mit Präsenz-Seminaren hast. Keiner mag es und die Nachhaltigkeit ist mäßig, wenn der Referent im Seminar einen Monolog abhält. Nur stellt uns das Online-Format vor die Herausforderung, dass wir Interaktion unter veränderten Bedingungen neu denken müssen und das fällt vielen schwer. Unser Umfragen unter Seminarteilnehmern zeigen: die große Mehrheit der Teilnehmer wünschen sich auch online Interaktion. Und es ist absolut möglich, hier einen kreativen Mix zu fahren. Plane deshalb ca. alle 7 Minuten eine Interaktion mit deinen Teilnehmern ein, damit sie bei der Sache bleiben, aktiv mitmachen und dein Seminar einen nachhaltigen Effekt hat. Dafür hast du zahlreiche Möglichkeiten, die du sinnvoll auf dein Seminarkonzept abstimmen solltest. Hier ein paar Ideen:

  • Nutze die Chat-Funktion, um Rückmeldung und kurze Antworten von deinen Seminarteilnehmern einzuholen. (Aber Achtung: je nach Gruppengröße und Komplexität der Fragen kann hier ein zusätzlicher Chat-Betreuer notwendig werden, da du sonst schnell den Überblick verlierst!)
  • Nutze Handzeichen (ob analog oder digital), um Zustimmung oder Ablehnung zu einer Sache abzufragen.
  • Nutze Break-Out Sessions, um deinen Teilnehmern auch mal Austausch und Gruppenarbeit in 2er- oder 4er-Gruppen zu ermöglichen.
  • Nutze Collaboration-Tools wie Concept Board oder Mentimeter an „sinnvollen“ Stellen in deinem Live-Online Seminar. Hier ist die Voraussetzung, dass du den Umgang mit dem jeweiligen Tool gut übst, um keinen Frust im Seminar zu erzeugen, falls es nicht wie geplant funktioniert, was uns direkt zum nächsten Fehler führt.

#2 – Du findest die technische Ausstattung nicht so wichtig

Ob schlechter Ton, Schatten im Gesicht oder ein Bild von deinem letzten Strandurlaub als virtueller Hintergrund – deine Inhalte können noch so gut sein, werden aber durch mangelhafte technische Ausstattung deutlich an Qualität einbüßen. Überlege deshalb genau, wie du dein Setup so einrichtest, dass es professionell und dem Anlass angemessen erscheint. Unsere Erfahrung hat gezeigt: Du musst kein Technik-Profi sein, um ein richtig gutes Setup einzurichten und es lässt sich mit weniger als 2000 € ein sehr professionell wirkendes Ergebnis erzielen. Mach eine Bestandsaufnahme deiner Technik und ersetze Schritt für Schritt, was nicht gut genug ist. Fang mit einem wirklich guten Mikro an, das deine Stimme ohne Knistern und Aussetzer überträgt. Wähle die Beleuchtung so, dass man dich gut und ohne Schatten erkennen kann. Überlege dir, was für eine Botschaft dein Hintergrund aktuell transportiert und welche Atmosphäre du eigentlich vermitteln willst, etc. Wir geben hier übrigens gerne eine Hilfestellung.

#3 – Du hast die Technik nicht im Griff

Es ist kein Geheimnis, das professionelles Auftreten auch online unerlässlich ist. Das bedeutet in Seminaren, dass die Technik, die du nutzt, nicht nur gute Qualität in Bild, Licht und Ton liefern muss, sondern dass du auch in der Lage sein musst, sie professionell einzusetzen. Wie du das schaffst: Ganz einfach – ausprobieren und üben! Du musst nicht gleich ein Profi sein, aber du musst dich darauf einlassen, im Umgang mit deiner Technik und den eingesetzten Tools immer fitter zu werden und zunächst nur die Dinge zu nutzen, die du wirklich beherrschst. Wenn du so weit bist, dass du einen Praxis-Test machen willst, dann schnapp dir einen Freund oder Kollegen und halte dein Seminar vor ihm/ihr. So bekommst du ehrliches Feedback und kannst die letzten Stolpersteine ausräumen, die Zoom und Co. betreffen und kannst – auch ganz wichtig – dir auch einen Plan B zurechtlegen, wenn etwas nicht funktioniert wie es soll. So ersparst du dir eine Menge Stress und noch schlimmer: enttäuschte Seminar-Teilnehmer.

#4 – Du hältst Pausen für Zeitverschwendung

Online-Seminare sind für die Teilnehmer oft anstrengender als Präsenz-Seminare. Wenn du keine regelmäßigen Pausen einplanst, sind deine Teilnehmer schnell überfordert, genervt und können auch die Inhalte nicht gut behalten. Deshalb gilt: Plane mehr Pausen ein, als du in einem Präsenz-Seminar einplanen würdest. Spätestens alle 75 Minuten sollte eine 5 Minuten-Pause kommen, in der sich die Teilnehmer mal kurz ausstrecken, aufs Klo gehen oder einen Kaffee holen können. Verzichte lieber auf den ein oder anderen Inhalt, um diese Pausen einzuhalten. Denn davon haben deine Teilnehmer unterm Strich garantiert mehr!

#5 – Du vergisst die analoge Welt

Wer sagt, dass in einem Live-Online-Seminar alle Elemente online stattfinden müssen? Sende deinen Teilnehmern vorab per Post eine kleine Materialbox zu, in der sie nicht nur Unterlagen, die während dem Seminar zum Einsatz kommen, sondern auch ein bisschen Nervennahrung und sonstige Dinge finden, die du dann in deinem Seminar einsetzen kannst. Das können z.B. farbige Post-Its für eine Abstimmung vor der Kamera sein, ein Stift oder was auch immer dir noch einfällt. Denn der Einsatz von analogen Elementen sorgt für Abwechslung, fördert das Lernen und die Interaktion in deinen Online-Seminaren. Bei mehrteiligen Online-Seminaren kannst du deinen Teilnehmern auch mal eine Hausaufgabe bis zum nächsten Treffen mitgeben, die sie dann ins Anwenden und Umsetzen der Seminarinhalte bringt. Deine Teilnehmer werden es dir danken!

Wenn du diese fünf Fehler vermeidest, bist du auf dem besten Weg, deine Teilnehmer zu begeistern. Wir wünschen dir viel Erfolg bei der Umsetzung. Übrigens: wenn du sehen willst, wie ein professionelles Technik-Setup bei uns aussieht und noch mehr handfeste und erprobte Tipps erhalten willst, die dein Live-Online-Seminar zu einem Erfolg machen, dann komm in unser gratis Live-Webinar mit Debora Karsch am 2. Juni: Feedback Note 1+ im Live-Online-Seminar. Und wenn du deine Kompetenzen in einzelnen hier genannten Bereichen wie Collaboration-Tools, Zoom oder Interaktion in Online-Seminaren steigern willst, dann stehen dir unsere Mastertrainer in unseren How-to-Seminaren mit Rat und Tat zur Seite.

2 Antworten zu “Die 5 schlimmsten Fehler bei einem Live-Online-Seminar – und wie du sie vermeidest”

  1. Ihre Fürsorge für Ihre Trainer/innen beeindruckt mich. Vielen Dank für die vielen Tipps und die Weitergabe Ihres Wissens. Das ist sehr kundenorientiert und kommt aufrecht daher.

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