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Feierabend: Jetzt noch kurz die Mails checken!

Ständige Erreichbarkeit im Job. Durch gesetzliche Regelungen soll sie vermieden werden. Viele Personalmanager sehen das allerdings anders. Die ZEIT hat HR-Beschäftigte zum Thema befragt. Deren Meinung: Mails nach Feierabend seien nicht grundsätzlich gesundheitsschädlich. Es komme auf das Verhalten der Führungskräfte an.

Telekom-Personalmanagerin, Marion Schick, springt für diese Meinung ein: Nicht die Möglichkeiten, die Mitarbeitern durch die Technik gegeben sind, seien das Problem. Vielmehr sei der Umgang mit dieser entscheidend. Führungskräfte müssten an dieser Stelle eingreifen, meint auch der Präsident des Bundesverbands der Personaler, Joachim Sauer. Vorgesetzte sollten einen bewussten, angemessenen Umgang mit der ständigen Erreichbarkeit via E-Mail und Telefon verlangen. Vor allem sollten Führungskräfte diesen Umgang aber selbst vormachen. Einige Unternehmen, wie etwa die Telekom oder Volkswagen, haben daher bereits ihre eigenen Regelungen erlassen, die die Erreichbarkeit in der Freizeit regelt oder ausschließt.

Auch nach Meinung von Arbeitspsychologe Tim Hagemann ist täglicher Stress nicht unbedingt schädlich. Solange die Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter, die Arbeitsbedingungen, das Unternehmensklima und die Motivation des Mitarbeiters zusammenpassen, sei Stress nicht grundsätzlich ein Problem.

Arbeiten Mitarbeiter trotz Regelungen ihres Vorgesetzten nach Feierabend weiter, könne dies auch keine gesetzliche Regelung verhindern. Gute Führungskräfte sollten zwar eingreifen, doch auch an die Eigenverantwortung ihrer Mitarbeiter appellieren.

Eine Antwort zu “Feierabend: Jetzt noch kurz die Mails checken!”

  1. Neben dem Appell an die Mitarbeiter sehe ich das Vorleben durch die Führungskräfte als entscheidend an. Wenn der Vorgesetzte nach Feierabend – oder sogar nachts… – Mails versendet und bis morgens um 8 Uhr eine Antwort erwartet, dann helfen auch keine „Unternehmensregeln“.
    Auf der anderen Seite heißt es aber auch selber Rückgrat zu zeigen. Ich schalte nach Feierabend mein Firmenhandy konsequent aus. Und bin damit bis jetzt gut gefahren. Erholen kann ich mich eh nur dann bis zum nächsten Morgen, wenn neben mir kein Handy liegt das piept, brummelt und blinkt 🙂

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