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Flexibilität: Zu viel des Guten

Flexibilität
© iStock: WillSelarep

 

Sie wird gefordert, doch sie macht krank. Flexibilität ist für viele Bewerber ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Arbeitgebers. Doch wie der Fehlzeiten-Report der AOK zeigt, ist zu flexible Arbeit häufig die Ursache psychischer Erkrankungen.

Flexibilität hat viele Facetten, eine davon ist die Mobilität. Einen deutlichen Zusammenhang zwischen pendeln und krank sein haben die Forscher der AOK-Studie entdeckt. Wer einen langen Anfahrtsweg zur Arbeit hat, fehlt demnach nicht nur öfter. Arbeitnehmer, die pendeln, leiden häufiger an psychischen Beschwerden, wie etwa Burnout. Es sei durchaus hilfreich, wenn Beschäftigte ihre Arbeit räumlich und zeitlich den eigenen Wünschen anpassen können, so Helmut Schröder, stellvertretender Leiter des Wissenschaftlichen Instituts der AOK. Mit einem hohen Maß an Flexibilität, gehe jedoch auch ein höherer Druck einher.

Denn nicht nur in Sachen Mobilität, sondern auch bezüglich der Arbeitszeiten, entwickelt sich die Flexibilität zu einem belastenden Faktor: Ein Drittel der Befragten geben an, 2011 außerhalb der Arbeitszeit E-Mails erhalten zu haben, rund 30 Prozent leisteten Überstunden. 12 Prozent der befragten Arbeitnehmer nahmen im letzten Jahr Arbeit mit nach Hause. 10 Prozent arbeiteten sogar zusätzlich an Sonn- und Feiertagen.

Es gilt daher nicht nur für Unternehmen, den Spagat zwischen den Flexibilitätsanforderungen und der Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu meistern. Auch die Arbeitnehmer selbst, müssen einen Mittelweg zwischen Flexibilitätswünschen und eigenem Wohlergehen finden.

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