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Förderung zur Weiterbildung – 3 Programme im Überblick

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Der Fachkräftemangel macht diversen Branchen zu schaffen. Vielerorts mangelt es an Personal, das den Herausforderungen des betrieblichen Alltags gewachsen ist. Mit Weiterbildungsmaßnahmen können Arbeitnehmer und Unternehmen gezielt entgegenwirken. Dabei lohnt sich der Blick auf potenzielle Fördergelder.

 

Programm WeGebAU für geringqualifizierte und ältere Arbeitnehmer

Mit dem Programm „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“, kurz WeGebAU, unterstützt die Bundesagentur für Arbeit Betriebe bei der Weiterbildung ihres Personals. Die Weiterbildungen finden außerhalb des Betriebs statt und werden von externen Anbietern durchgeführt.

Förderfähig sind Weiterbildungsmaßnahmen, die im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses durchgeführt werden. Das Arbeitsentgelt wird währenddessen fortgezahlt. Die Weiterbildung muss für die Förderung zugelassen sein und Kenntnisse vermitteln, die am allgemeinen Arbeitsmarkt verwertbar sind. Nicht förderfähig sind Qualifizierungen, für die sowieso eine gesetzliche Verpflichtung seitens des Arbeitgebers besteht.

Die Dekra-Akademie ergänzt zur WeGebAU-Förderung online, welche Arbeitnehmer teilnehmen können: „Nach dem Programm förderfähig sind geringqualifizierte Beschäftigte, die entweder über keinen Berufsabschluss nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) verfügen oder seit mindestens vier Jahren eine ungelernte Tätigkeit ausüben.“ Auch ältere Mitarbeiter ab einem Alter von 45 Jahren sind zugelassen. Voraussetzung ist, dass das bestehende Arbeitsverhältnis über das Ende der Weiterbildungsmaßnahme hinausreicht.

 

Unterschiede in den Fördermodalitäten sind möglich, je nach dem in welche der drei Fördersäulen eine Weiterbildung fällt:

  1. Mitarbeiterqualifizierung in KMUs (kleine und mittlere Betriebe) mit weniger als 250 ArbeitnehmernBei Unternehmen mit maximal neun Mitarbeitern werden die Weiterbildungskosten voll übernommen. Ansonsten wird ein Teil der Ausgaben erstattet. Sind Beschäftigte älter als 45 Jahre, müssen Arbeitgeber mindestens 50 Prozent selbst zahlen.
  2. Abschlussorientierte Weiterbildung für geringqualifiziertes PersonalSind alle Voraussetzungen für die Förderung erfüllt, werden Arbeitnehmern die Lehrgangskosten erstattet. Auch ein Zuschuss für Fahrtkosten und ähnliches ist denkbar sowie eine Prämie für erfolgreich bestandene Zwischen- und Abschlussprüfungen. Arbeitgeber können von einem Zuschuss zum Arbeitsentgelt und einer Pauschale für die Sozialversicherungsbeiträge profitieren.
  3. Abschlussorientierte sowie berufsqualifizierende AusbildungAuch hier werden die Kosten für einen Lehrgang und eventuelle Zusatzkosten für Fahrten und so weiter erstattet. Prämien für bestandene Prüfungen sind ebenfalls möglich.

 

AufstiegsBAföG für bessere Aufstiegschancen

Wie der Name dieses Programms bereits verrät, geht es beim AufstiegsBAföG darum, Fachkräften durch eine finanzielle Unterstützung zu besseren beruflichen Aufstiegschancen zu verhelfen. Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden und werden in Kombination mit zinsgünstigen Darlehen vergeben. Mehr als 700 Abschlüsse sind förderfähig. Darunter beispielsweise Erzieher/in und Betriebswirt/in. Die vorbereitenden Lehrgänge für die erfolgreiche Prüfung umfassen mindestens 400 Unterrichtsstunden und können in Voll- und Teilzeit absolviert werden. Wer sich für die Vollzeit-Variante entscheidet, beantragt einen Beitrag zum Lebensunterhalt. Voraussetzung für den Erhalt des AufstiegsBAföGs sind in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie Berufspraxis. Weitere Fakten:

  • Keine Altersgrenze
  • Förderung auch bei Bachelor-Studium und für Abiturientinnen/Abiturienten möglich
  • Alleinerziehende erhalten eine Förderung für die Kinderbetreuung während der Weiterbildung

 

Zukunftsstarter: für junge Erwachsene ohne Berufsabschluss

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Im jungen Alter läuft nicht immer alles nach Plan. Ausbildungen werden abgebrochen und vielen droht unverschuldet die Arbeitslosigkeit. Mit der Initiative Zukunftsstarter sollen junge Erwachsene ab 25 Jahren beim Nachholen eines Berufsabschlusses gefördert werden, um anschließend bessere Erfolgsaussichten auf einen Arbeitsplatz zu haben. Laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales besteht das Förderziel darin, 120.000 Menschen zwischen 25 und 35 Jahren ohne Ausbildung bis Ende 2020 „für eine Aus- und Weiterbildung mit Berufsabschluss zu gewinnen.“

 

Die Weiterbildung kann Teil- oder Vollzeit erfolgen und bereitet auf einen Abschluss vor. Das Förderprogramm richtet sich an Berufsrückkehrer, Wiedereinsteiger sowie Arbeitnehmer/innen und Arbeitslose mit geringer Qualifizierung ohne Berufsabschluss. Auch mit Berufsabschluss kann die Initiative die richtige Wahl sein, solange die erlernte Tätigkeit nicht mehr ausgeübt, sondern seit vier Jahren einer un- beziehungsweise angelernten Beschäftigung nachgegangen wird. Die Förderung kann die Kosten für den Lehrgang, Kinderbetreuung und Fahrten umfassen, aber auch eine Ausbildungsvergütung vorsehen, wenn eine betriebliche Umschulung erfolgt. Ob eine Prämie bei Bestehen von Zwischen- und Abschlussprüfungen gezahlt wird, ist individuell zu klären.

 

Neben diesen drei Förderangeboten gibt es noch viele weitere Programme. Um einen Eindruck zu vermitteln, listen wir drei gängige Möglichkeiten auf:

  • Bildungsgutschein
  • Aufsteigsstipendium
  • Festo Bildungsfonds

 

Stiftung Warentest hat einen Weiterbildungsguide erarbeitet, um auf die Landesfördermittel aufmerksam zu machen. Schließlich gibt es je nach Bundesland weitere spannende Programme zur finanziellen Entlastung von Wissensdurstigen.

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