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google+ oder facebook?

Google ist nach wie vor die unangefochtene Nummer eins bei der Internet-Suche. Das Unternehmen setzt nun aber facebooks wachsender Dominanz mit Google Plus ein eigenes soziales Netzwerk entgegen. Mit seinen rund 700 Millionen Nutzern wird facebook als Gefahr für das Google-Geschäft gesehen. Für den Konzern ist der Erfolg von Google+ daher überlebenswichtig.

Mit schickem Design und besserer Privatsphären-Kontrolle will Google seiner Konkurrenz Nutzer abspenstig machen. Der Grundgedanke: Nutzer von Google Plus sollen ihre Privatsphäre intuitiv verwalten können und genau bestimmen, mit wem sie kommunizieren: mit Freunden, Geschäftskontakten oder der Öffentlichkeit. Google will damit die feinen Unterschiede zwischen Familie und Freunden berücksichtigen, da jeder Nutzer eine andere Einstellung dazu hat.

Auf den ersten Blick lässt sich sagen, dass viele der Funktionen denen von facebook doch stark ähneln. Punkten kann Google in Sachen Design: dies stammt vom früheren Apple-Pionier Andy Hertzfeld.

Der Erfolg hängt wohl hauptsächlich davon ab, ob Nutzer tatsächlich bereit sind, ihre Aktivitäten von facebook zu Google zu verlegen. Es ist fast anzunehmen, dass das Bedürfnis zu wechseln sich erst einmal in Grenzen halten dürfte. Denn mit fast 700 Millionen angemeldeten Nutzern befindet sich mittlerweile ein nicht unbedeutender Teil der ans Internet-Nutzer bei facebook.

Hinzu kommt, dass Nutzer des neuen Dienstes im Besitz eines Google-Kontos sein müssen.

Und jeder, der sich bisher ausführlich um die Pflege von 130 Freunden gekümmert hat, weiß wie zeitaufwendig es sein kann, diese zu pflegen. So viele Kontakte hat nämlich ein durchschnittlicher facebook-Nutzer – wie facebook selbst in seinen offiziellen Statistiken ausgibt. Es bleibt daher abzuwarten, ob Nutzer sich nun auch noch einen Google Plus-Freundeskreis zulegen möchten.

5 Antworten zu “google+ oder facebook?”

  1. Kurz und bündig analysiert! Für alle potentiellen NutzerInnen stellt sich wie immer die Frage: worin besteht der Mehrwert? Und hier ist der zusätzliche Aufwand noch gegenzurechnen. Wozu bei Google noch kommt, dass das Interesse an persönlichen Daten, Netzwerkbeziehungen und Verhaltensweisen im Web natürlich ein offensichtliches ist. Man erkennt die Absicht und ist verstimmt…
    Fazit: Skepsis ist angebracht.

    • Der Mehrwert besteht für uns User erst einmal darin, dass jemand versucht, die Marktmacht von Facebook zu brechen. Das zwingt Facebook dazu User-freundlicher zu werden, z.B. über eine sinnvolle Suchfunktion nachzudenken. Denn genau hier krankt Facebook doch sehr und genau hier hat Google seine Stärke – und wird sie in die Waagschale werfen. Warum ich an einen Erfolg Google+ trotz Datensammelei glaube, ist einerseits, dass dies außerhalb der BRD nicht derart kritisch gesehen wird und andererseits die Verknüpfungsmöglichkeit mit all den anderen Google-Diensten, die wir schon nutzen.

  2. Das mit dem Google Konto ist meines Wissens nach nicht korrekt. Ich habe eine Einladung an diverse Leute ohne Google-Konto verschickt welche sich ganz normal anmelden konnten.
    Bei der Anmeldung bei + legt man natürlich ein komplettes Google-Konto an, aber Voraussetzung im Vorfeld ist das eigentlich nicht, woher die Information?

    • Auf der Startseite von Google Plus heißt es eindeutig: „Melden Sie sich einfach mit Ihrem Google-Konto an, um die neuen Bereiche von Google zu nutzen.“ D.h., wer Google+ nutzen möchte, braucht ein Konto – ohne Anmeldung keine Google+. Eine Konto, um die Startseite von Google+ zu besuchen oder um eingeladen zu werden, braucht man selbstverständlich nicht. Das wäre auch nicht im Sinne der Philiosophie von Google, das seine Dienste für jedermann bereitstellt.

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