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Hoch im Kurs: Dax-Unternehmen im Burnout-Ranking

© iStock: Bim

 

Von 2004 bis 2010 hat sie sich fast verneunfacht. Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage, bedingt durch Burnout. In keiner Branche sind Arbeitnehmer vor der psychischen Erkrankung sicher. Wie die großen Dax-Unternehmen in Sachen Burnout abschneiden, zeigen die Ergebnisse des ersten Burnout-Rankings Deutschlands von manager magazin.

Die Unterschiede zwischen den Dax-Unternehmen sind groß. Mit bis zu 3.400 Burn-out-Fällen im Jahr (bei etwa 40.800 Mitarbeitern), schneidet unter anderem die Allianz schlecht ab. Bis zu 3.200 Fälle verzeichnet die Commerzbank (bei rund 44.500 Mitarbeiter), die Deutsche Bank kommt auf bis zu 1.900 Fälle (bei etwa 24.800 Mitarbeiter). Vor allem die Dax-Konzerne, in denen ständig Kürzungen, Umstrukturierungen und Sanierungen vorgenommen werden, weisen extrem hohe Zahlen erkrankter Mitarbeiter auf. So auch der Stromanbieter Eon. Vergleichsweise gut, schneiden hingegen Unternehmen wie Volkswagen, Bayer oder Linde ab.

Zu lange wurde nichts gegen Burnout unternommen. Handlungsbedarf besteht damit bei allen Dax-Unternehmen. Viele Stress-Präventionsprogramme sind noch zu kurz im Einsatz, um bereits eine Wirkung erzielen zu können. Strategisches Gesundheitsmanagement gibt es bislang nur in wenigen Konzernen.

4 Antworten zu “Hoch im Kurs: Dax-Unternehmen im Burnout-Ranking”

  1. Ein Artikel, der erschreckend aufzeigt, was bei vielen Unternehmen schief läuft. Neben einer akuten Behandlung der Betroffenen kann eine nachhaltige Besserung nur dann eintreten, wenn die gesamte Strategie so aufgesetzt wird, dass den Belangen der Mitarbeiter größere Bedeutung eingeräumt wird. Bei Konzernen wird dies mehrstufig von oben nach unten erfolgen müssen. Die Methodik heißt Strategische UnternehmensAgenda und ist vom Institut für Zukunftsmanagement entwickelt und langjährig (auch in Konzernen) erprobt.

  2. Eine in unserem Rechtsstaat erstaunlich selten angewandte Methode ist, sich an die Regeln des Arbeitsschutzes zu halten. Das mag heute den Einen oder Anderen überraschen. Seit 1996 ist viel Zeit verstrichen, und immer noch missachten etwa zwei Drittel der deutschen Unternehmen. dass sie psychische Belastungen in den Arbeitsschutz einzubeziehen haben. Die Aufsichtspersonen der Gewerbeaufsicht und der Berufsgenossenschaft dürfen anscheinend nicht so genau hinsehen.

  3. Schockierende Nachricht in diesem Beitrag. Ich habe bereits vor einiger Zeit die aktuellen Fehlzeiten auf Grund des Burnout-Syndroms gesehen und bin ziemlich schockiert, wie viele Menschen mittlerweile vom Burnout „befallen“ sind.

    Gruß,
    Günter

  4. Ja, das Thema ist sehr relevant, aber noch immer gelingt es vielen Unternehmen nicht, eine signifikante Besserung zu erreichen. Bemerkenswert ist, dass Selbständige, trotz vielfach noch höherer zeitlicher Belastung, weniger von Burnout „befallen“ werden. Dies führt im Umkehrschluss zu der Annahme, dass vor allem in der Führung und Strategie der Unternehmen, in denen die Erkrankten beschäftigt sind, vieles schief läuft. Hier heißt es einerseits kurieren und andererseits das Unternehmen kritisch auf den Prüfstand stellen.

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