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Mikro-Management: Wenn der Vorgesetzte alle Aufgaben übernimmt

Wie der Führungsstil eines Vorgesetzten ausgeprägt ist, hängt häufig davon ab, ob er seinen Mitarbeitern vertraut. Denn fehlendes Vertrauen in die Fähigkeiten der Mitarbeiter, begünstigt das sogenannte Mikro-Management. Vorgesetzte, die Mikro-Management betreiben, mischen sich übermäßig in die Aufgaben und Details ihrer Mitarbeiter ein, kontrollieren sie und lassen ihnen damit nur wenig Handlungsautonomie. Ein solcher Führungsstil hat wesentliche Auswirkungen auf das Unternehmen. Nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch die Führungskräfte selbst ergeben sich drastische Folgen. Das berichtet die Financial Times Deutschland.

Mikro-Management in den Augen der Mitarbeiter
Für die Arbeitnehmer bedeutet Mikro-Management ständige Kontrolle. Denn häufig verlangen Mikro-Manager regelmäßige Rückmeldungen zu Stand und Details von Projekten. Dadurch bleibt viel Zeit auf der Strecke, die eigene Arbeit der Mitarbeiter bleibt liegen. Hinzu kommt, dass sowohl die Eigeninitiative, Motivation und Kreativität, als auch das selbständige Denken unter den ständigen Anweisungen leiden. Durch die dauernde Beobachtung steigt bei den Arbeitnehmern die Angst, Fehler zu machen. Frustration und sinkende Leistungen sind das Ergebnis.

Frustration der Mikro-Manager
Allerdings führt Mikro-Management auch bei den Führungskräften selbst zu Unzufriedenheit. Durch ihre ständige Kontrolle und Einmischung in die Aufgabenbereiche ihrer Mitarbeiter, ergibt sich eine Vielfalt und Unmenge an Aufgaben. Dieser Berg an vermeintlich notwendigen Aufgaben, ist für eine einzelne Person nicht zu bewältigen. Überforderung und Stress machen sich breit. Unmut entsteht damit auch bei den Mikro-Managern selbst, da sie die eigentlichen Vorgaben der höheren Etagen nicht umsetzen können.

Durchbrochene Hierarchien sowie die Frustration von Mitarbeitern und Führungspersonen, schaden demnach der gesamten Unternehmenskultur. Wichtig ist deshalb, Führungskompetenzen zu entwickeln. Durch den Aufbau von Selbstvertrauen und durch die Reflektion des eigenen Führungsstils, kann dem Mikro-Management bereits entgegengewirkt werden. Vor allem sollten Führungskräfte aber lernen, Aufgaben zu delegieren, denn nur so kann die Zufriedenheit und Leistung der Mitarbeiter im Unternehmen gesichert werden.

3 Antworten zu “Mikro-Management: Wenn der Vorgesetzte alle Aufgaben übernimmt”

  1. Häufig werden Führungskräfte vorallem nach ihren fachlichen Erfolgen und nicht nach ihren potentiellen Führungskompetenzen ausgesucht. So passiert es dann, dass sich eine Führungskraft stärker mit den fachlichen Anforderungen seiner Abteilungen abgibt, als sich auf die Führung seiner Mitarbeiter zu konzentrieren.
    Damit sich das ändert, müsste ein Paradigmenwechsel bzgl. der Definition einer Führungskraft stattfinden. Nicht der, der am meisten weiß, ist automatisch auch die beste Führungskraft.

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