Organisationen durch
Menschen entwickeln!

Zum Online-Shop

Perfektionismus adé

So eroberst du dir deine Zeit zurück

Perfektionismus adé - So eroberst du dir deine Zeit zurück

Fragt man Menschen aus dem Ausland, wie sie einen typischen Deutschen beschreiben würden, erhält man oft Aussagen wie „Die, die um 6 Uhr morgens die Strandliegen im Urlaub reservieren“ oder „Die mit dem besten Bier.“ Gleichzeitig werden aber auch Eigenschaften wie fleißig, präzise, pünktlich und pflichtbewusst genannt – und das nicht ohne Grund. Weltweit hat das Sigel „Made in Germany“ einen sehr guten Ruf und steht für richtig gute Qualität. Wir Deutsche werden für unsere Gewissenhaftigkeit & Zuverlässigkeit weltweit geschätzt. Was für den Einzelnen leider oft dahinter steht: ein ungesundes Streben nach Perfektion, das uns kostbare Zeit kostet und Stress verursacht. Doch es gibt eine einfache Formel, mit der wir gegensteuern können.



Perfektionismus – in Deutschland besonders verbreitet?

Was sind die drei häufigsten Stressgründe in einem Land? Die GfK führte dazu 2016 eine Umfrage mit über 27.000 Teilnehmern aus 22 verschiedenen Ländern durch. Im Vergleich mit allen Ländern, die in der Umfrage vertreten waren, war Deutschland das einzige Land, in dem „den eigenen Ansprüchen gerecht werden“ den meisten Stress verursachte. Grund dafür ist unter anderem sicherlich unser eigenes Verlangen nach Perfektion: Von Anfang an immer alles richtigzumachen, nur keine Fehler zu verursachen und nach außen ein gutes Bild abzugeben. Problematisch wird das allerdings dann, wenn sich das Streben nach Perfektion in einen ungesunden Perfektionismus entwickelt. Begleiterscheinungen sind innere Störfaktoren wie Aufschieberitis, Nicht-delegieren-können und der Anspruch, die Aufgaben zu 120-prozentiger Zufriedenheit abschließen zu müssen, können enormen Druck aufbauen, der unseren Erfolg erheblich behindern kann. Der Gedanke „Niemand kann die Aufgaben so gut und gewissenhaft erledigen wie ich“ gehört mit zu den größten inneren Zeitdieben. Doch wir können etwas dagegen tun – für mehr Zufriedenheit und Erfolg in unserem Alltag.

Warum uns ein Perspektivwechsel hilft

Perfektionismus zeigt sich vor allem in zwei Ausprägungen: dem Streben nach hohen persönlichen Standards sowie dem überzogenen Streben nach Fehlervermeidung. Häufig verbirgt sich hinter Perfektionismus die Angst, Fehler zu machen oder Erwartungen nicht zu entsprechen – eigenen und auch den Erwartungen anderer – und dafür kritisiert zu werden.

In den Worten von Brené Brown kannst du gut erkennen, wonach es sich zu streben lohnt: „Gesundes Streben ist selbst-fokussiert: ‚Wie kann ich wachsen? ’ Perfektionismus hingegen ist auf andere gerichtet: ‚Was werden sie denken? ’“  Unser Tipp, wenn du selbst mit Perfektionismus ringst: Fang an, dich stärker darauf zu konzentrieren, wie du dich weiterentwickeln kannst. Und zwar in eine Richtung, die du persönlich einschlagen willst.

Eine weitere geniale Idee hatte Vilfredo Pareto, ein Ökonom, der im 19. Jahrhundert lebte. Er hat ein Prinzip entwickelt, das den negativen Folgen des Perfektionismus entgegenwirken soll: das Pareto-Prinzip. Dieses Prinzip besagt, dass 20 % der eigenen Anstrengung für 80 % unseres Erfolgs verantwortlich sind. Das ist eine sehr hilfreiche Formel, um sich den Zeit verschwendenden Effekt von Perfektionismus (100 % Anstrengung) bewusst zu machen. Sie lässt sich wunderbar auf konkrete Aufgaben anwenden.

Ganz konkret: 5 Schritte nach dem Pareto-Prinzip

  1. Definiere dir eine Aufgabe,  wie z.B. das Badezimmer putzen
  2. Bestimme die Grenzen in Prozent, d.h. lege für die Aufgabe das Ergebnis bei 100% und bei 80% fest. Was muss dafür jeweils „erfüllt“ sein?
  3. Arbeite an der Aufgabe: Gehe dabei alle Bereiche nur oberflächlich an, sodass die Anforderungen grundsätzlich erreicht werden und die Aufgabe erfüllt wird.
  4. Überprüfe dich selbst: Hast du mit 20% deines Arbeitsaufwands ein effektives Ergebnis von 80% erreicht? Falls ja, stoppe hier ganz bewusst.
  5. Herzlichen Glückwunsch: Genieße deinen Zeitgewinn und nutze diesen für andere Aufgaben oder arbeitsfreie Momente. 😊

Wenn du dir immer wieder vor Augen führst, wie „schlecht“ die Zeitrechnung für dich ausfällt, wenn du 100% Arbeitsaufwand investierst, bzw wie gut die Rechnung ausfällt, wenn du nur 20% investierst, kannst du ungesunden Perfektionismus Schritt für Schritt aus deinem Leben verbannen und hast mehr von deiner Zeit. Und wie hat es Warren Buffett so schön formuliert: „Die beste Investition, die Sie tätigen können, ist in sich selbst.“ In diesem Fall wäre deine Investition deine wertvolle Zeit. Aber wir garantieren dir, es ist eine Investition, die sich lohnt.

Buch 4 Wege zu mehr Zeitkompetenz

Du willst noch mehr über das Thema Zeitmanagement erfahren und lernen, wie du deine Prioritäten besser setzen kannst, um deine Zeit effektiv zu gestalten? Dann empfehlen wir dir das Workbook 4 Wege zu mehr Zeitkompetenz von den Zeitmanagement-Experten Anjana Ahnfeldt und Lothar Seiwert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2022 persolog