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Personaler: Wer ist Schuld am Fachkräftemangel?

Personaler: Wer ist Schuld am Fachkräftemangel?
© iStock: fotosipsak

 

Wo sehen Personalmanager die Ursachen, wo die Lösungen des Fachkräftemangels? Das zeigt die Studie „Arbeitsmarkt und berufliche Herausforderungen 2013“ der BWA Akademie. Neben Politik, Schulen und Universitäten stellen die 100 befragten Personaler auch an die Unternehmen selbst Ansprüche zur Lösung des Problems.

87 Prozent der HR-Manager sehen eine Ursache des Fachkräftemangels in der Politik. Sie habe versäumt, rechtzeitig entgegenwirkende Maßnahmen und Rahmenbedingungen zu schaffen. 78 Prozent äußern außerdem den demografischen Wandel als Grund für den Fachkräftemangel. Eine zu geringe Berücksichtigung beruflicher Perspektiven durch die Schulen empfinden 69 Prozent als Ursache. Erst an vierter und fünfter Stelle fassen sich die Personaler an die eigene Nase: 63 Prozent der Befragten nennen fehlende Weiterbildungsmaßnahmen in Unternehmen als Ursache. Etwa 50 Prozent äußern, Unternehmen und Universitäten würden zu wenig kooperieren.

Handlungsbedarf sehen die Personalmanager vor allem bei den Unternehmen: 88 Prozent halten fest, Betriebe sollten ihre Weiterbildungsmaßnahmen professionalisieren und ausweiten. 66 Prozent der Befragten sind der Meinung, Unternehmen müssten ihr Recruiting verbessern, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Außerdem halten die Personaler die verstärkte praxisnahe und bedarfsorientierte Ausbildung von Schulen und Universitäten für entscheidend.

Ob der Fach- und Führungskräftemangel in den kommenden Jahren weiter ansteigen wird, beurteilen die Personaler unterschiedlich: Der Meinung, dass der Mangel zunehmen wird, stimmen 45 Prozent der Befragten voll und ganz zu, 30 Prozent stimmen dem eher zu. Ihnen gegenüber stehen 25 Prozent der Personaler, die einen Anstieg des Fachkräftemangel eher für unwahrscheinlich halten.

3 Antworten zu “Personaler: Wer ist Schuld am Fachkräftemangel?”

    • Hallo Frau Müller,
      vielen Dank für Ihren Kommentar! Ob es einen Fachkräftemangel gibt oder nicht, darüber gibt es tatsächlich unterschiedliche Meinungen. Sicher hängt es auch von der Fachrichtung ab, sodass sich wohl kaum eine pauschale Antwort auf diese Frage finden lässt. Vielleicht sprechen Sie mit Ihrem Kommentar aber einen wichtigen Grund für den Fachkräftemangel an: Wenn einige Unternehmen händeringend nach Fachkräften suchen, während andere ihr Fachpersonal entlassen, ist der (vermeintliche) Fachkräftemangel möglicherweise eine Frage des richtigen Recruitings?

  1. Als Handwerksmeister und Berufsschullehrer weiß ich nur allzu gut, dass gerade in wenig lukrativen Jobs (Baugewerbe) den großen Unternehmen schon sehr bald Angst und Bange werden wird. Heute stöhnen die Personalchefs schon wegen Überalterung und demografischen Wandel. Auch die total ausufernde Akademisierung und (Jeder ohne Abi ist ja heute nichts) macht die ganze Situation nur noch schlimmer. Gerade große Konzerne haben lange erkannt, dass sie schon sehr bald keine Indianer haben werden, auf dessen Schultern Sie Ihre Gemeinkostenzuschlagssätze umlegen können! Wer soll dann bitte in 10 Jahren (wenn die letzten Experten in Rente gehen) die Arbeit dort noch machen? Wir steuern gerade was dieses Thema angeht auf einen gigantischen Knall zu, denn das was nachkommt (wenn denn was nachkommt) ist schlicht ausgedrückt meilenweit von der Klasse entfernt, die die letzten Profis heute noch haben. Gutes traditionelles Wissen wird, wenn wir nicht aufpassen, für immer verloren sein und was noch viel schlimmer ist, die gefertigte Qualität auf den Baustellen wird nachlassen.

    Jan Hartmann
    Straßenbauermeister / Fachlehrer

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