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Stress: Hausfrauen stärker betroffen als Führungskräfte. Jeder 3te leidet unter Burnout-Symptomen

Hausfrauen und -männer, die sich ausschließlich um Kinder und Haushalt kümmern, sind die am stärksten gestressten Deutschen. Das ergab eine Studie der Techniker Krankenkasse. 95 Prozent von ihnen klagen über Stress, vier von zehn stehen sogar unter Dauerdruck.

Doch auch immer mehr Berufstätige haben das Gefühl, ausgebrannt zu sein. Stressfaktor Nummer eins ist der Job selbst: Jeder dritte Berufstätige arbeitet am Limit. Hetze und Termindruck sind weitere Hauptgründe. Zudem leiden viele darunter, via Laptop oder Blackberry rund um die Uhr erreichbar zu sein – insbesondere Führungskräfte.

Bereits jeder dritte Berufstätige fühlt sich stark erschöpft oder gar ausgebrannt. Und das schlägt sich auch in hohen Fehlzeiten nieder, wie der TK-Gesundheitsreport zeigt. So waren die Menschen hierzulande im letzten Jahr fast zehn Millionen Tage wegen Burnout-Symptomen krankgeschrieben. Das heißt: Rund 40.000 Arbeitskräfte fehlten über das ganze Jahr im Büro oder an der Werkbank aufgrund von Stress. Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen Jahre, lässt sich festellen: Die Zahl der Betroffenen steigt.

Es ist also an der Zeit, dass Unternehmen sich intensiv mit dem Thema Stressmanagement auseinander setzen. Ziel sollte sein, bei Mitarbeitern und Führungskräften Kompetenzen im Umgang mit Stress aufzubauen.

4 Antworten zu “Stress: Hausfrauen stärker betroffen als Führungskräfte. Jeder 3te leidet unter Burnout-Symptomen”

  1. Als TZKraft mit Ehemann auf Reisen und 2 Kleinkindern ist es am Arbeitsplatz nicht gerne gesehen, gestresst zu wirken, auf jeden Fall weniger als zu der Zeit, in der man vollzeitbeschäftigt war. Hier ist es nach meinen Erfahrungen mehr legitim und tw. „chic“, über Burnout zu sprechen (als Frau man hat ja Zeit, sich zuhause zu erholen). Überdurchschnittlich erwartete zeitliche Flexibilität und das Image der Mütter, die sich mal am Arbeitsplatz erholen, tragen mehr zum Stress bei als es die Vereinbarkeit von Beruf und Familie schon tun. Von der Bezahlung und der Übernahme von Aufgaben schon gar nicht zu reden.

  2. Hallo Trainer11,
    Sie haben recht. Teilzeitkräfte mit Kindern haben doppelten Stress: Am Arbeitsplatz und zu Hause. Vor allem der tägliche Termindruck ist enorm. Projekt X abschließen und trotzdem die Kinder rechtzeitig in der KiTa abholen, ist oft unmöglich.
    Das Hauptproblem in Sachen Stress ist aber, dass Stress gesellschaftlich immer noch nicht als Problem anerkannt wird. Über Stress spricht man nicht. Es sei denn als Vorwurf: „Bist du aber gestresst heute.“
    Unternehmen sollten das Thema Stress daher aktiv angehen. Denn wenn über Stress gesprochen wird, können auch Lösungen diskutiert und das gegenseitige Verständnis verbessert werden. Mitarbeiter, die sich mit ihren persönlichen Stressoren auseinander setzen, haben die Chance ihren nonproduktiven Stress in produktiven Stress zu wandeln. Und letzterer ist positiv für jedes Unternehmen.
    Ulrich Bischoff

  3. Über Stress spricht man nicht?
    Ja und nein.
    Ist es nicht auch so, dass wer in unserer Gesellschaft nicht unter Stress arbeitet und leidet nur ein fauler Hund sein kann? Wir haben doch die gesunde Einschätzung zur möglichen und vernüftigen, weil menschlichen Arbeitsleistung pro Tag und Leben verloren. Heute ist es chic gestresst zu sein. Und man hat schon bald Angst/Stress es nicht zu sein, denn dann könnte man ja als Warmduscher verdächtigt werden. Ergo: bist du nicht gestresst, bist du irgendwie nicht richtig. Schade und lebensfeindlich.

  4. Hallo Herr Blackstein,
    eine interessante Beobachtung, die uns im Alltag in der Tat des Öfteren begegnet. Auch mir kommt es manchmal so vor, als fände es mancher einfach nur chic, gestresst zu sein. Ob er es wirklich ist? Schwer zu überprüfen. Chic ist es übrigens auch auch das offizielle Gegenteil von Stress – nämlich Wellness & Co. Vielleicht ist das eine ja auch lediglich die Begründung, um das andere zu machen …
    Ulrich Bischoff

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