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Trainer: Unterstützen statt vorsagen!

In Trainings werden Teilnehmerfragen häufig schlicht und einfach vom Trainer beantwortet. Die Teilnehmer bleiben dabei ausschließlich in der Zuhörer-Rolle. Dieses Verhalten mag für den Trainer zwar bequem und zeitsparend sein. Der Wirksamkeit und Wahrnehmung des Trainings, kann die sofortige Beantwortung durch den Trainer jedoch schaden, erklärt Trainingsexperte Michael Smetana in Training aktuell.

Den typischen Trainingsablauf kennen wir: Nach Erläuterungen und Einführungen in das Thema durch den Trainer, folgt eine Übung. Hier arbeiten die Teilnehmer selbständig. Im Anschluss sollen die individuellen Ergebnisse gemeinsam reflektiert und ausgetauscht werden. Methoden und Strategien für den Alltag werden entwickelt. Dabei ist es nicht selten, dass von Seiten der Teilnehmer Fragen auftauchen: Eine versteckte Fehlerquelle für Trainer, so Smetana. Denn all zu oft würde die aufgeworfene Frage einfach vom Trainer selbst beantwortet. Das wirke nicht nur überheblich, sondern sei zugleich ineffektiv. Denn zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema, würde auf diesem Wege niemand animiert. Der Lernerfolg bleibe gering.

Michael Smetana liefert folgende Lösung: Der Trainer solle die Frage des Teilnehmers aufgreifen, umformulieren und zurück an die Gruppe geben. Denn während des Seminars würden sich die Teilnehmer bereits eigenständig und intensiv mit dem Thema auseinandersetzen und damit selbst zu Experten werden. Dieses Gefühl der Selbständigkeit und Wertschätzung solle an die Seminarteilnehmer weitergegeben werden. Das bringe nicht nur die Teilnehmer voran. Auch der Trainer selbst, könne von den individuellen Erfahrungen und Ideen der Teilnehmer profitieren. Auf diesem Wege, könnten die neuen Experten Perspektiven liefern, an die der Trainer selbst noch nie gedacht habe.

Ob diese Methode aber immer erfolgsversprechend ist?

Eine Antwort zu “Trainer: Unterstützen statt vorsagen!”

  1. Das klingt einfacher als es ist. Die Teilnehmer fragen doch den Experten, um von ihm zu lernen. Das „Zurückspielen“ geht deshalb nur bei bestimmten Fragen. M. E. braucht es Fingerspitzengefühl, wann die Frage in die Gruppe zurück gespielt wird und wann nicht. Es hängt nicht zuletzt auch vom Lernstil der Teilnehmer ab, ob sie sich darauf einlassen und diese Art der Wissensvermittlung schätzen.

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