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Was ist eigentlich Veränderung? – Ein Interview mit Psychologin Dr. Lana Ott

Was bedeutet Veränderung?

„Veränderung bedeutet Wandel. Wir Menschen verändern uns ständig. Jede Herausforderung, vor die wir gestellt werden, führt zur persönlichen Veränderung – bewusst oder unbewusst, gewollt oder ungewollt, geplant oder ungeplant. Dabei ist es wichtig, sich von den neuen Einflüssen und Umständen nicht einfach so „treiben“ zu lassen, sondern eigenverantwortlich den Veränderungsprozess zu initiieren und zu begleiten. Entscheidend ist auch die Klarheit darüber, in welche Richtung man sich verändern möchte, über welche Ressourcen man verfügt. Nur so können die Menschen einen sicheren Kurs einzuschlagen, um genau an dem Hafen ankommen, wo sie auch hinwollen. Gerade hohe Belastung im Arbeitsalltag und immer schneller werdende Lebensgeschwindigkeit fordern von uns, mit eigenem „SELBST“ achtsamer umzugehen und die vorhandenen Veränderungsressourcen effektiv zu verwalten.“



Wie werden Veränderungen ausgelöst?

„Veränderungen können intern oder extern angestoßen werden. Zum Teil entstehen Veränderungs-prozesse, weil beispielsweise gewisse Verbesserungsvorschläge vom Vorgesetzten initiiert werden, oder ständig wechselnde Anforderungen des Marktes „zwingen“ Menschen dazu, sich zu verändern. Anderseits kann ein interner Impuls für den Wandel entstehen, wenn der Mensch selbst unangenehme Spannungen innerlich verspürt. Es ist der Fall, wenn z. B. eigene Handlungen mit den vorherrschenden Motiven und Bedürfnissen in Konflikt geraten. Und all dies bedeutet für den Mensch Eins: sich selbst zum Objekt bewusster Aufmerksamkeit machen, mit sich selbst in Dialog treten, um den gezielten Veränderungs-prozess schneller in Gang zu setzen, „neue“ Zustände souverän herbeizuführen und das neue Gleichgewicht wiederherzustellen.“

Welche Kompetenzen benötigen Menschen für Veränderungen?

„Es ist wichtig, dass sich Menschen nicht in eine passive Rolle des Beobachters eigener Veränderung begeben, sondern viel mehr Eigeninitiative ergreifen und den Veränderungsprozess selbst mitgestalten. Dabei wird die Selbstführungskompetenz immer wichtiger, denn persönliche Veränderung bedeutet auch Selbstentwicklung. Und Selbstentwicklung hängt eng mit den Fähigkeiten, eigene psychischen Prozesse beeinflussen zu können, zusammen. Das bedeutet, sich eigene Ziele zu setzen (statt fremde Ziele zu übernehmen), Willenskräfte zu aktivieren, motivationale und emotionale Prozesse zielbewusst zu steuern. Nicht zu unterschätzen ist die Rolle des Körpers im Veränderungsprozess. Was bringen uns die großartigen Methoden und Techniken der Selbstbeeinflussung, wenn die körperliche Leistungsfähigkeit auf „stand by“ geschaltet ist, wenn wir keine Kraft und Energie haben, um das eigene Vorhaben in die Tat umzusetzen. Psychisches Leistungsvermögen entspringt aus den körperlichen Reserven.

Selbstführung als persönliche Kompetenz erfordert Selbsttransparenz. Das bedeutet, eigene Persönlichkeit mit ihren Stärken und Grenzen gut zu kennen, sich immer wieder zu hinterfragen und den Veränderungsprozess bewusster zu steuern. Klar, auch hier kann man übertreiben, denn wenn Menschen ständig damit beschäftigt sind, nachzudenken, abzuwägen, nächste Schritte zu überlegen usw., würden viele Veränderungsprozesse kaum vorankommen. Deshalb lohnt es sich, einen Mittelweg zwischen Bewusstem und Unbewusstem zu finden. Das Letztere ist unglaublich wichtig, man sollte nicht ohne begründeten Anlass in die Prozesse eingreifen, die auch von allein zufriedenstellend funktionieren und laufen. Ein Übermaß bewusster Selbstführung kann somit den Veränderungsprozess auch verhindern. Also: es kommt auf die optimale Dosierung bewusster Selbstführung an.“

Wie kann das persolog® Persönlichkeits-Modell Menschen bei
Veränderungen unterstützen?

„Das persolog® Persönlichkeits-Modell ist ein sehr komplexes und gleichzeitig sehr pragmatisches Tool. Mit seinem Alleinstellungsmerkmal, das Verhalten situativ zu betrachten und zu analysieren, können konkrete individuelle Strategien und Wege zur Selbstveränderung entwickelt werden. Wenn die Menschen im Veränderungsprozess z. B. unter Druck geraten oder sie zeigen inneren Widerstand gegen Veränderung, heißt das – eigenes Verhalten im schwierigen Veränderungsprozess genau unter die Lupe nehmen, sich mit inneren ggf. blockierenden Überzeugungen auseinandersetzen, die Ursachen für innere Konflikte herausfinden, d.h. sich die Dynamik zwischen Absichten, Werten und Überzeugungen bewusst machen. All dies sowie eine angemessene Anpassung des eigenen Verhaltens an den neuen Umständen mit diversen Techniken und Methoden kann mit dem Persönlichkeits-Modell bestens gewährleitet werden. Die Menschen erzielen mehr Sicherheit in unsicheren Zeiten des persönlichen Umbruchs – Sicherheit in eigener Veränderungsbereitschaft und -fähigkeit, das Neue und Sinnvolle herbeiführen zu wollen und zu können.“

Psychologin Dr. Lana Ott

Lana Ott ist promovierte Wirtschaftspsychologin, Produktentwicklerin der persolog GmbH und Expertin für das persolog Persönlichkeits-Modell

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