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Start with why: Was resiliente Teams auszeichnet

Wir brauchen starke Teams! Teams, die fähig sind, Krisen zu überstehen. Mit Teamresilienz kann das gelingen. Doch was steckt hinter diesem Begriff?

Teamresilienz: Das steckt dahinter

Wenn man anfängt, sich mit einem neuen Thema auseinanderzusetzen, ist es wichtig, sich zuerst mit der Definition wichtiger Begriffe zu beschäftigen. Nur so entsteht Klarheit über das, worüber man schreibt oder spricht. Deshalb möchte ich dir zu Beginn einen Einblick in die Definition von Teamresilienz geben:
Teamresilienz bezeichnet die Fähigkeit eines Teams, seine Leistungsfähigkeit unter schwierigen Rahmenbedingungen zu erhalten und belastende Situationen gemeinsam gut und ohne Beeinträchtigung zu bewältigen (Kainzbauer & Brandhuber, 2015, S. 4)



In anderen Worten: Ein Team schafft es auch in Krisen, Druck, bei Veränderungen oder Rückschlägen seine Leistung zu erbringen und diese Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.
Trotz stressiger Umstände bleibt ein resilientes Team produktiv und eignet sich weitere Kompetenzen an, um mit den Belastungsfaktoren immer besser umgehen zu können. Wie beim einzelnen Menschen ist die Resilienz eines Teams ein dynamischer, aktiver Prozess, der auch präventiv initiiert werden kann (vgl. Huber 2019, S. 23f.) Man kann die Resilienz eines Teams also schon steigern, bevor es zu einer Herausforderung kommt. Resilienz ist etwas, was man als Team erlernen und gestalten kann.

Teamresilienz – mehr als resiliente Einzelpersonen

Jetzt könnte man annehmen, dass Teamresilienz dadurch erzielt wird, dass man in die Resilienz jedes einzelnen Mitgliedes investiert. Das kann sicher zu einem resilienteren Team beitragen. Doch: Eine Gruppe resilienter Individuen macht nicht zwangsläufig ein resilientes Team aus. Die Resilienz eines Teams entsteht aus Routinen, die das Team gemeinsam entwickelt, um mit Belastungssituationen umzugehen.

Teamresilienz – Faktoren, die Teams stark machen

Wie auch die persönliche und die organisationale Resilienz besteht Teamresilienz nicht nur aus einem Faktor, sondern aus vielen verschiedenen Facetten, die dazu beitragen, dass ein Team gut durch Krisen und Herausforderungen kommt. Hier erfährst du mehr über die Faktoren:

Sinn und Zweck – der erste Teamresilienz-Faktor

Bei dem Faktor „Sinn und Zweck“ geht es darum, Orientierung zu geben und Klarheit zu schaffen. Ist dem Team klar, warum es das Team eigentlich gibt? Weiß jeder einzelne, welchem Mehrwert die eigene Arbeit und die des Teams liefert?

Eine Studie von Tatjana Schnell (2018) hat gezeigt, dass vier Komponenten eine Rolle spielen, damit Arbeit sinnvoll erscheint:

  1. Kohärenz – das bedeutet, dass die inhaltlichen Aufgaben zu den Fähigkeiten und den Gegebenheiten passen. Also: Man erhält die Möglichkeit, seine Stärken einzubringen.
  2. Bedeutsamkeit – das bedeutet, dass der geleistete Beitrag wichtig genommen wird.
  3. Orientierung – das bedeutet, dass die Ausrichtung des Unternehmens mit den eigenen Werten im Einklang stehen.
  4. Zugehörigkeit – das bedeutet, dass sich Menschen mit dem Unternehmen identifizieren können und damit zu etwas Größerem zugehörig fühlen.

Diese Komponenten können auf Teams und deren gemeinsame Arbeit übertragen werden.
Werte geben dem Team langfristig Orientierung darüber, wozu es ein Team gibt, und was erreicht werden soll. Damit das Team erkennt, dass es vorangeht und es Fortschritte als Erfolge wahrnimmt, braucht es Ziele. Also: Meilensteine auf dem Weg zur Vision. Durch individuelle und klar formulierte Ziele weiß jedes Teammitglied, was es zur Zielerreichung beitragen kann und was das Team von ihm braucht.
Gut funktionierende Teams haben klare Ziele, arbeiten zusammen, um diese Ziele zu erreichen und sie reflektieren immer wieder darüber, wie sie gemeinsam den Zielen näherkommen und wie sie ihre Zusammenarbeit weiter verbessern können. Werden Ziele gemeinsam erreicht, schafft das Erfolgserlebnisse. Diese motivieren und spornen weiter an. Es ist deshalb wichtig, immer wieder den Blick auf die Team-Erfolge zu lenken, sie zu feiern und gemeinsam darüber zu sprechen, wie sie erreicht wurden.

Vielleicht fragst du dich jetzt, wie es gelingen kann, dies in der Praxis in (d)einem Team zu erzeugen.

Ganz konkret kann dies zum Beispiel durch folgende Leitfragen in der Praxis gefördert werden:

  • Zu welchem Großen und Ganzen tragen wir als Team mit unserer gemeinsamen Teamarbeit sinnvoll bei?
  • Wozu trägt jede:r Einzelne im Team bei?
  • Worauf darf das Team bei jedem Einzelnen vertrauen?
  • Was bin ich bereit, zu geben?
  • Welche Werte und Vision unterstützen uns in unserem Tun?

Es ist wichtig, sich regelmäßig mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Denn: Wenn ein Team den Sinn und Zweck seiner Arbeit nicht mehr erkennen kann, wird es nicht langfristig fähig sein, erfolgreich zu arbeiten. Und gerade in Krisen hilft es enorm zu wissen, wofür man etwas tut. Das folgende Zitat bringt es schön auf den Punkt:

„Wenn du dein Warum kennst, findet das Wie immer seinen Weg.“

Psychologische Sicherheit – der zweite Teamresilienz-Faktor

Ein Faktor, der eine sehr hohe Bedeutung für Teamresilienz aufweist, ist die psychologische Sicherheit. Die Verhaltensforscherin Amy Edmondson aus Harvard führte psychologische Sicherheit als „die von den Mitgliedern eines Teams geteilte Überzeugung, dass das Team sicher ist, wenn es zwischenmenschliche Risiken eingeht“. Psychologische Sicherheit beschreibt das Maß an Sicherheit, das die Teammitglieder empfinden, um auch unangenehme Wahrheiten aussprechen zu können, Fehler einzugestehen und untereinander Verletzlichkeit und Unsicherheiten zu zeigen. Sie beschreibt also eine positive, von Vertrauen geprägte Arbeitsatmosphäre, in der Teammitglieder sich selbst und offen sein dürfen, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen.

Die Psychologen Jasmine Zahno und Joseph Pelrine unterteilen psychologische Sicherheit in drei Aspekte:

  1. Verletzlichkeit zeigen: Verletzlichkeit kann man als einen Zustand beschreiben, in dem man sich öffnet und einen anderen Menschen tief in seine Seele blicken lässt, und dabei von anderen Menschen entweder verletzt oder angenommen und positiv überrascht werden kann. Es ist die Voraussetzung dafür, dass Aufgaben nicht nur abgearbeitet werden, sondern dass kreative und explorative Lösungen entwickelt werden können.
  2. Vertrauen schenken: Vertrauen ist die Erwartung, nicht durch das Handeln anderer benachteiligt zu werden; als solches stellt es die unverzichtbare Grundlage jeder Kooperation dar.
  3. Verantwortung übernehmen: Das Übernehmen von echter, empfundener Verantwortung erfolgt über Klarheit und Kompetenz. Mitarbeiter haben Klarheit über die Absichten ihrer Mission und sind mit ausreichend Kompetenz ausgestattet, die Mission zum Erfolg zu führen.

Führungskräfte, aber auch jedes einzelne Teammitglied, können dazu beitragen, Offenheit für Verletzlichkeit, Vertrauen und Verantwortung zu fördern.

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