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WJD stellt anonymisierte Bewerbungen in Frage

Die Wirtschaftsjunioren Deutschlands (WJD) haben in einer internen Umfrage im Verband junger Unternehmer unter 40 Jahren ermittelt, dass 39 Prozent ihrer Mitglieder anonyme Bewerbungen als nicht notwendig erachten. Begründung: Arbeitgeber entscheiden auch jetzt schon allein anhand der Qualifikation über die Bewerber. Jeder Zehnte gab an, anonymisierte Bewerbungen seien „grundsätzlich gut“, aber für kleine Unternehmen zu aufwendig.

Doch die Jungunternehmer unterschätzen den Einfluss der personenbezogenen Angaben. Laut spiegelonline haben Forscher bei einer verdeckten Untersuchung belegt, dass ein ausländisch klingender Name ausreicht, um die Bewerberchancen messbar zu reduzieren. Andere Studien untermauern diese Erkenntnis.
Was Forscher und WJD nicht beachten: Die anonyme Bewerbung leistet einer ganz anderen Diskriminierung Vorschub. Denn wenn nur noch auf die Qualifikationen geachtet wird, rückt ein Faktor in den Mittelpunkt, der nur circa fünf Prozent Aussagekraft über die spätere Arbeitsleistung zulässt. Sicher Grundqualifikationen müssen vorhanden sein. Entscheidend für den Erfolg von Onboarding und schneller Integration, für eine optimale Arbeitsleistung und gute Retention sind aber Persönlichkeit, Unternehmenskultur und Vorgesetztenverhalten. Nur wer diese in seine Personalauswahl miteinbezieht, findet den Mitarbeiter, der nicht nur mit seinen Qualifikationen, sondern auch als Person zum Unternehmen, seiner Kultur und den darin arbeitenden Menschen passt.

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