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Last but not least: Mensch des Jahres 2011 – der Analog Native

Menschenrechtler schlagen Alarm: Der Analog Native ist vom Aussterben bedroht. Um den Blick der Öffentlichkeit auf seine prekäre Lage zu richten, wurde er nun vom Menschenrechtler e.V. zum Mensch des Jahres 2011 gekürt.

Analog Natives – Schaffen Sie Lebensräume

Ein Leben ohne Internet, ohne Dauerkommunikation und Dauerdatenverarbeitung? Kaum vorstellbar, für uns, die wir tagtäglich Stunde um Stunde vor den Rechnern dieser Welt verbringen. Ergänzt durch digitales Fernsehen, digitale Tonträger oder digitale Fotokameras und Bilderrahmen usw.usw.usw.

Dass es auch anders geht, zeigt der Analog Native. Diese besondere Spezies Mensch verzichtet vollständig auf alles, was irgendwie mit Internet und Co. zu tun hat. Doch die Menschenrechtler schlagen Alarm, denn der Analog Native ist akut vom Aussterben bedroht.

Das Tante-Emma-Prinzip

„Durch die zunehmende kommunikative Vernetzung und den Wegfall an wichtigen Lebensräumen durch gesellschaftliche Trends wie etwa eShopping und dem damit einhergehenden Einzelhändlersterben, geht die Reproduktionsrate unter Analog Native dramatisch zurück,“ so der Vereinsvorstandsvorsitzende (VVV) des Menschenrechtler e.V. „Wir rufen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu auf, die Lebensräume der Analog Native nicht durch verstärkte Kommunikation über digitale Medien weiter zu verengen, sondern statt dessen Nischen für ein Leben außerhalb der digitialen Welt zu schaffen.“

Wie das gehen soll, zeigt nun ein Pilotprojekt des Vereins. Hierzu wurde ein komplettes Stadtviertel im Berliner Ostwesten entdigitalisiert. Als erste Maßnahme wurden sämtliche internetfähigen Rechner gegen den Widerstand der GEZ entfernt. Unter vielen weiteren Veränderungen hervorzuheben ist, dass nach dem Tante-Emma-Prinzip alle Einheiten zur digitalen Warenerfassung in den Supermärkten des Viertels durch analoge Verkäufer und simple Rechenmaschinen ersetz wurden. Außerdem wurde eine 5km-Sperrzone für Internetcafé errichtet, um digitale Treffen in virtuellen Welten unmöglich zu machen. Als soziale Treffpunkte wurden Kioske, Spielplätze und Bürgercentren erneuert und wiedereröffnet.

Das Projekt scheint ein voller Erfolg zu werden. Schon jetzt sind alle verfügbaren Wohnungen vorreserviert. Neben den Analog Natives, haben sich auch erstaunlich viele durch die Digitalisierung überforderte Senioren und Eltern, die ihre Kinder vor Internet und Online-Killerspielen schützen wollen, beworben.

So helfen Sie Analog Natives

Wenn Sie 2011 auch zu Ihrem Jahr des Analog Native machen wollen, geht das ganz einfach:

  • Folgen Sie Unbekannten in den Fahrstuhl und fangen Sie ein Gespräch an. Für den Anfang reichen 160 Zeichen, völlig aus.
  • Rufen Sie alte Bekannte an und geben Sie eine Statusmeldung ab.
  • Posten Sie in der Kaffeepause im direkten Gespräch den neuesten Klatsch und Tratsch.
  • Geben Sie einen Überweisungsträger bei einem Bankangestellten persönlich ab.
  • Unterstützen Sie den Schuhverkäufer an der Ecke.
  • Kaufen Sie sich eine Zimmerantenne.
  • Schließen Sie echte Freundschaften.

Weitere Vorschläge zum Schutz der Analog Natives können Sie uns als erste Maßnahme per Brief zusenden oder eben digital hier als Kommentar eintragen.

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