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Last but not least: Wenn Autofahrern ein Licht ausgeht

Sie ist noch gar nicht lange her, die Debatte, ob Autos auf deutschen Straßen immer mit Licht fahren sollten. Die Langzeitfolgen dieser Debatte sind furchtbar. Aber lesen Sie selbst:

Es ist manchmal schon verwunderlich, was öffentliche Debatten bewirken können. Tatsachen werden geschaffen, allein dadurch, dass darüber gesprochen wird. In der Soziologie spricht man in diesem Fall von selbsterfüllender Prophezeiung. Ein schönes Beispiel haben die längeren Zeiten ohne Tageslicht an dasselbige gebracht.

Im vergangenen Jahr wurde kräftig darüber debattiert, ob es nicht sinnvoll wäre, alle Autofahrer dazu zu verdonnern, nur noch mit eingeschaltetem Licht über deutsche Straßen zu brettern. Die Idee dahinter: Bessere Sichtbarkeit führt zu geringerem Unfallrisiko. Das haben sich leider einige zu Herzen genommen. Doch das Gegenteil von gut ist gut gemeint, denn die Folgen bringen uns alle in Gefahr.

  • Erst der Umstand, dass viele Autos mit Licht auch bei hellstem Tageslicht fahren, führt dazu, dass die „ohne Licht“ schlechter wahrgenommen oder gar nicht mehr gesehen werden. Folge: ein erhöhtes Unfallrisiko. Als noch alle ohne Licht fuhren, war die Aufmerksamkeit für alle Fahrzeuge noch gleich gut (oder, je nach Argumentationsleitfaden, gleich schlecht).
  • Erst der Umstand, dass viele Autofahrer eine kleine Wolke am Himmel als „einbrechende Dunkelheit“ fehlinterpretieren und den Lichtschalter reflexartig betätigen, führt dazu, dass die Glühbirnenhaltbarkeit stark abnimmt. Es ist schon auffällig, wie viele „einäugige Fahrzeuge“ unsere Straßen unsicher machen. Man hat quasi einen Finger immer auf der Lichthupe, um Fahrer auf kaputte Birnen hinzuweisen. Die einzigen, die sich daran erfreuen können, sind die Hersteller der Birnchen.
  • Dazu kommt, dass diejenigen, die sich früher mit Licht unbedingt vom Rest abheben wollten, aufrüsten müssen. Nebelscheinwerfer bei Sichtweiten über 500 m sind keine Seltenheit mehr und auch ansonsten blinkt es am und im Fahrzeug wie auf dem Piccadilly Circus.

Meine Prophezeiung: All das wird sich bitter rächen. Denn wenn die EU das mit dem Lichtgefahre spitz kriegt, erlässt sie eine neue Richtlinie, die den Einsatz von Energiesparlampen in Fahrzeugen vorschreibt. EU-Logik für Birnen, die viel und lange brennen.

Viel Spaß beim Umrüsten!

Eine Antwort zu “Last but not least: Wenn Autofahrern ein Licht ausgeht”

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