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Last but not least: Wir können alles. Außer …

… außer was? Es scheint, als wären wir auf gutem Weg, die letzten Geheimnisse des Universums zu lüften. Eine Frage jedoch ist offen wie eh und je.

Warum verhalten wir uns trotzdem saublöd?

Wir Menschen haben es in den vergangenen, sagen wir mal grob fünftausend Jahren erstaunlich weit gebracht. Wir haben laufen, lesen und schreiben gelernt, manierlich essen und regelmäßig duschen. Wir sind auf dem Mond spazieren gegangen und überlegen gerade, ob das auf dem Mars auch geht. Wir können tiefe Löcher in den Meeresboden bohren und wissen mittlerweile, wie man sie wieder stopft. Wir können Schnee machen, wenn er nicht von alleine fallen will, wir können alles unter die Erde legen, was uns oben im Weg ist. Wir können alles immer ein bisschen besser machen. So ähnlich verkündet es auch der aktuelle Slogan einer Lebensmittelkette.

Nur mit uns selbst tun wir uns erstaunlich schwer. Trotz Psychologie, Neurologie, Psychotherapie und wie die Röntgenschirme alle heißen, die den Atomkern des menschlichen Wesens durchleuchten und behandeln. Da werden Studien um Studien produziert und publiziert, jede für sich völlig überzeugend, untereinander völlig widersprüchlich. Alle haben irgendwo ein bisschen recht. Aber niemand hat bis heute die Frage geklärt, warum wir uns trotz strotzender Erkenntnisse und bahnbrechender Leistungen immer noch archaisch saublöd verhalten können. Nehmen wir dieses schlichte Beispiel: Es ist Abend, eine gepflegte Tischrunde, eine Platte mit herrlichen Schnitzeln wird serviert. Leider sind es weniger Schnitzel als Tischgäste. Plötzlich, das Licht fällt aus …nein, anders: Kein Kurzschluss, das Licht bleibt an. Selbst da wird der Mensch wieder zum Wolf, zum kultivierten freilich. Als wären es die letzten Schnitzel vor dem Weltuntergang. Als könnte man nicht gelassen ein paar Schnitzel nachordern. Wenn solche Rückfälle nur in banalen Lebensbezügen zu verzeichnen wären – alles halb so schlimm! Dasselbe barbarische Verhalten, selbstverständlich eingehüllt in den Mantel der Diplomatie und das Parfum vollendeter Kommunikationswolken, pflegen wir als zivilisatorischen Fortschritt, wenn es um die Besetzung von Posten und Ämtern, von Ländern und Bodenschätzen geht. Oder von Parkplätzen. Gerade vor und auf letzteren offenbaren wir gerne die menschliche Natur, und der Klavierlack des guten Benehmens bekommt empfindlich tiefe Kratzer. Da wird geschimpft, gestikuliert, gehupt, gedrängelt, was das Zeug hält. Manchmal geht gar nichts mehr, weil keiner nachgibt, nicht einmal die/der Klügere. Weil jede(r) jede(n) für saublöd hält und Dummheit nicht siegen darf. Unsere Hoffnung, dass der Ego-Defekt behoben werden könnte, nachdem die menschliche DNA entschlüsselt wurde, hat sich leider auch nicht erfüllt. Heute huldigen manche der Ansicht, die Lösung läge darin, den Menschen komplett zu entkernen … und Steuerung zu implantieren.

Mensch, quo vadis? Wie es aussieht, müssen wir hier unten bis auf Weiteres den endlos langen, staubigen Weg gehen, während unsere Raumschiffe und Teleskope und Mikroskope immer neue Weltenräume entdecken und erobern. Es wird noch dauern, bis wir ohne Beißreflex zusehen können, wie andere ihr Schnitzel genießen. Warum wir uns so intelligent und saublöd verhalten können wie die ersten Menschen? Ich gebe die Frage nur zu gerne und gespannt zurück an die rauchenden Köpfe der Wissenschaft …

© phantom-as, persolog GmbH, MMX

Eine Antwort zu “Last but not least: Wir können alles. Außer …”

  1. Das saublödste Verhalten des Menschen ist in meinen Augen, dass er das einzige Lebewesen auf der Erde ist, das sich seinen Lebensraum selbst zerstört. Ich glaube, etwas saublöderes gibt es wirklich nicht!

    Freundliche Grüße

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